Kuhlen-Wendorf : Großer Aufwand für (fast) nichts

Dieser abgebrochene Ast löste einen Großeinsatz der Feuerwehren aus.
Dieser abgebrochene Ast in Kuhlen-Wendorf löste einen Großeinsatz der Feuerwehren aus.

Mehrere freiwillige Feuerwehren mussten ausrücken – wegen eines abgebrochenen Astes, wie sich herausstellte.

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23. Juni 2017, 21:00 Uhr

Als die meisten Schäden vom Unwetter in der Nacht schon beseitigt waren, gab es gestern kurz vor zehn Uhr Alarm für mehrere freiwillige Feuerwehren (FFw) im Sternberger Seenland. In der Steinstraße in Wendorf sei ein Baum auf ein Mehrfamilienhaus gestürzt, lautete die Information aus der Schweriner Leitstelle. Die Gemeindefeuerwehr Kuhlen-Wendorf, zu der Gustävel und Wendorf gehören, die am nächsten gelegene größere Wehr in Brüel und die FFw Sternberg, die über Drehleiter und Rüstwagen verfügt, rückten aus. Das entspricht der im Amtsbereich festgelegten Ausrückeordnung, die sich schon x-mal bewährt hat. „Wir können uns das nicht aussuchen, wenn die Leitstelle so informiert“, sagt Eckardt Meyer, Wehrführer der FFw Sternberg. „Es hätte ja tatsächlich Gefahr bestehen können.“

Vor Ort stellte sich aber heraus, dass lediglich ein starker Ast von einem Baum abgebrochen war und das um Meter entfernt von dem Mehrfamilienhaus, ein Dreigeschosser mit vier Aufgängen. Die Feuerwehrleute konnten mit ihren insgesamt fünf Fahrzeugen nach wenigen Minuten wieder abrücken. Auch für zwei Mitarbeiter der Sternberger Wohnungsbaugesellschaft (Stewo), die vorsichtshalber verständigt worden waren, weil es sich um Stewo-Wohnungen handelt, gab es nichts zu tun, zumal der Baum nicht zum Stewo-Grundstück gehört.

Wie SVZ erfuhr, hatte der Anrufer den Polizeinotruf 110 gewählt und das Rostocker Präsidium die Leitstelle offenbar schlecht informiert, so dass die vom Schlimmsten ausgehen musste und auf Nummer sicher ging.

Kommentar

Künfig bitte genauer



Keine Frage, wenn Gefahr besteht, ist jede erdenkliche Hilfe nötig. Doch um zu erkennen, ob das so ist, müssen dort, wo ein Notruf eingeht, bei aller Eile elementare Dinge abgefragt werden. Das scheint in diesem Fall nicht so gewesen zu sein. Sonst wäre es nicht passiert, dass Feuerwehrleute, die das ehrenamtlich machen, alles stehen und liegen lassen müssen, bei der Arbeit, beim Einkaufen oder anderswo – und das völlig sinnlos. Deshalb bitte genauer informieren, bevor Alarm ausgelöst wird. Rüdiger Rump

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