Verlassene Eislaufbahn auf dem Crivitzer See : Großeinsatz für Retter

War das ein Fehlalarm oder der glückliche Ausgang eines Großeinsatzes? Feuerwehrleute, Polizisten und das Notarztteam waren vor allem erleichtert, dass sie keine Person aus dem eiskalten Wasser retten mussten.

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27. Januar 2013, 06:09 Uhr

Crivitz | War das ein vermeidbarer Fehlalarm oder der glückliche Ausgang eines Großeinsatzes? Feuerwehrleute, Polizisten und die Ersthelfer aus dem Notarztteam waren vor allem erleichtert, dass sie am Freitagabend am Crivitzer See keine Person aus dem eiskalten Wasser retten mussten. Die zum See geeilten Retter fanden keine Einbruchstelle, Feuerwehrleute maßen das Eis an der verdächtigen, schneefreien Stelle nach: Es war etwa zehn Zentimeter dick. Damit konnte ausgeschlossen werden, dass hier kurz zuvor ein Mensch eingebrochen war. Der Einsatz wurde gegen 20 Uhr beendet, heißt es aus dem Polizeipräsidium Rostock auf Nachfrage unserer Redaktion. Doch es hätte anders laufen können: Ein Crivitzer hatte auf dem Eis des Sees nahe der Festwiese einen Mann gesehen, der den Schnee beiseite schob, um sich wahrscheinlich eine Schlittschuhbahn zu schaffen. Als der Spaziergänger etwas später wieder vorbeikam, war von dem Schlittschuhläufer nichts zu sehen. Dafür war vom Ufer aus ein runder, dunkler Kreis zu erkennen: Der Zeuge rief den Notruf im Polizeipräsidium in Rostock an und schilderte seine Beobachtungen. Alarm wurde ausgelöst, der Rettungseinsatz sofort eingeleitet.

Vermeidbar wäre alles dennoch gewesen: Am Crivitzer See stehen an mehreren Stellen Verbotsschilder. Auch die Polizei hatte in den zurückliegenden Tagen immer wieder vor dem Betreten der Eisflächen auf den Seen gewarnt. Mit dem gestern einsetzenden Tauwetter hat sich die Hoffnung, auf sichere, trag fähige Eisflächen auf den Gewässern vorerst ohnehin erledigt.

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