Tempzin : Großeinsatz für Adventsmarkt

Was Harald Brinckmann und Wolfgang Seewald in die riesige Schaufel harken, bringt Marco Ihde (v.l.) mit dem Radlader zu zwei Hängern. Die Technik stellt die Landwirtschaftsgesellschaft Zahrensdorf zur Verfügung.  Fotos: Rüdiger Rump
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Was Harald Brinckmann und Wolfgang Seewald in die riesige Schaufel harken, bringt Marco Ihde (v.l.) mit dem Radlader zu zwei Hängern. Die Technik stellt die Landwirtschaftsgesellschaft Zahrensdorf zur Verfügung. Fotos: Rüdiger Rump

Der Förderverein Antoniter-Hospital-Tempzin bereitet sich auf den 28. November vor. An diesem Freitag und Sonnabend werden Gestecke gebastelt.

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15. November 2015, 21:00 Uhr

Der kräftige Wind in der Nacht zuvor hatte noch jede Menge Blattwerk von den Bäumen geholt und verteilt. Beim Herbstputz am Sonnabend rund um die Tempziner Klosterkirche wollte das Laubharken kaum ein Ende nehmen. Der Förderverein Antoniter-Hospital-Tempzin, der jährlich diesen Großeinsatz startet und dabei auch auf Helfer baut, die ihm nicht angehören, will damit für eine saubere Umgebung beim Adventsmarkt sorgen. Der findet am Sonnabend, 28. November, in Klosterkirche statt.

Vereinsvorsitzende Dörte Gratz und Rosemarie Hegemann freuen sich, dass die Landwirtschaftsgesellschaft Zahrensdorf die Aktion mit Technik unterstützt. „Sonst wüssten wir gar nicht, wie wir das alles wegbekommen sollten“, sagt Hegemann. Wolfgang Seewald und Marco Ihde arbeiten in dem Agrarbetrieb und sind mit im Einsatz. Der Chef habe immer ein offenes Ohr, wenn es um Unterstützung geht, so Seewald. Er denkt auch schon an den kommenden Sonnabend. Dann findet in Zahrensdorf Herbstputz statt. Dort stehen bereits reihenweise große Säcke voller Laub an der Straße, vor manchen Grundstücken gleich mehrere. „Deshalb ist an dem Tag nicht so viel zu harken. Und wir kommen schneller herum“, erklärt Seewald, der einen Traktor fährt. „Es sind ausgediente Getreidesaatsäcke, die die Leute auch wiederbekommen. Wir schütten das Laub in die Schaufel vom Lader und mit dem in die beiden Grünguthänger. Einiges haben wir schon diese Woche weggefahren.“ Im November sei an jedem Sonnabend was: Eine Woche zuvor habe die Landjugend in Zahrensdorf Blumenzwiebeln gesteckt, nun sei zwei Mal Herbstputz in der Gemeinde und dann der Adventsmarkt.

Das mit den vielen prall gefüllten Säcken an der Straße in Zahrensdorf sieht Bürgermeister Alfred Nuklies allerdings mit leicht gemischten Gefühlen. „Wir haben damit mal angefangen, um das Laub von den Kastanienbäumen zu entsorgen, die an der Straße stehen und von der Miniermotte befallen sind.“ Doch inzwischen habe er den Eindruck, so Nuklies, dass alles Grünzeug, was die Bürger von ihren Grundstücken weghaben wollen, in die großen Säcke kommt, damit es kostenlos entsorgt wird. „So war das eigentlich nicht gedacht. Mich würde mal interessieren, wie andere Gemeinden das handhaben.“

Inzwischen füllen sich beim Tempziner Herbstputz die beiden Hänger. Gleichzeitig schaffen Detlef Hegemann und einige Männer Tische und Bänke , die eingelagert waren, bereits für den Adventsmarkt in die Kirche. Hegemanns wohnen in Brüel, „doch wir fühlen uns dieser Kirche verbunden und helfen deshalb gern“. Er zählt mit seinen 72 Jahren zu den Senioren, Klaus Garling ist 73.

Dörte Gratz schaut zur Apfellaube. Die brauche mal wieder einen Schnitt. „Wir haben sogar noch ein paar Äpfel gefunden.“ Die Laube hätten manche Hochzeitspaare genutzt, um sich dort fotografieren zu lassen, erzählt Gratz. Doch erst einmal geht es ihr um einen anderen Termin: An diesem Freitag und Sonnabend ab 9 Uhr werden in der Tempziner Kirche Gestecke für den Adventsmarkt gebastelt. Jeder, der Lust hat, ist herzlich eingeladen.

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