Austellung im Naturparkzentrum Warin : Grafik und Abstraktion: Seenlandkunst in Warin

Lydia Klammer stellt in der Naturparkverwaltung in Warin aus. Ines Engelbrecht
Lydia Klammer stellt in der Naturparkverwaltung in Warin aus. Ines Engelbrecht

Am Freitagabend eröffnete Lydia Klammer ihre siebte Ausstellung im Naturparkzentrum in Warin. Siebdruck, Kohle- und Bleistiftarbeiten in Auseinandersetzung Mensch - Natur sind bis zum 15. Juli zu sehen.

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18. Juni 2012, 10:30 Uhr

Warin | Ihre siebente Ausstellung eröffnete am Freitagabend Lydia Klammer im Naturparkzentrum in Warin. Siebdruck, Kohle- und Bleistiftarbeiten in Auseinandersetzung Mensch - Natur sind in gerahmten Groß- und Kleinformat bis zum 15. Juli zu sehen. Die grafischen Arbeiten regen zum Nachdenken an, steht der Betrachter davor. Der Mensch, eingefügt in die Natur, wie ein Gesicht mit einem Baumstamm verwachsen, reicht bis in die Darstellungskunst der Abstraktion. Ist aber die einzige Möglichkeit beides, Mensch und Natur, harmonisch in Einklang zu bringen. "Eine Symbiose ist entstanden, wie sie in der wirklichen Natur draußen nie vorkommt. Künstlerisch ist es mir so aber möglich meine Gedanken auszudrücken", so die 30-Jährige.

Die Vorlagen zu den Baumdarstellungen liefern ihr eigene Fotos. Die Großformatigen Grafiken in A 0 Format haben die Titel "Sichtbar", "Tamara" und "Das große Fressen". Zu Letzterem hatte sich die Künstlerin Gedanken nach dem 1973 gedrehten Film des Franzosen Marco Ferreri gemacht. Sie stellt einen der Protagonisten als Fressenden denn selbst auch auf einem Tablett dar, quasi fressen und gefressen werden. Zur großformatigen Kohlegrafik "Tamara", der zwei Akte darstellt, hat sich Lydia Klammer von einer polnischen Künstlerin inspirieren lassen.

Sie habe schon seit ihrer Kindheit immer gerne gemalt, erinnert sie sich. Mit Farbe und Stift. Vor allem in den letzten zwei Jahren hat sie vermehrt zu Stift und Kohle gegriffen, sich mit grafischen Darstellungen befasst und Plastiken gestaltet. "Die Umarmung" aus schwarzer Modelliermasse ist aktuell im Naturparkzentrum zu sehen.

Seit fünf Jahren lebt die gebürtige Brüelerin in Rostock und hatte hier auch schon Ausstellungen. Mit ihren Arbeiten, die in den letzten zwei Jahren entstanden sind, eröffnete Lydia Klammer den Ausstellungsreigen im Rahmen der Seenlandkunst zu Seen-Land-Natur.

Laudator und Leiter des Naturparkzentrums Volker Brandt zeichnete für die musikalische Eröffnung. In Begleitung von Martin Maercker auf der Gitarre griff er zum Dudelsack und beide brachten schwedische Lieder zu Gehör.

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