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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. November 2017 | 09:59 Uhr

Brüel : Gottesdienst: Luft nach oben

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die traditionelle Propsteifeier der Kirchengemeinden fand erneut unter freiem Himmel am Roten See in Brüel statt.

von
erstellt am 14.Mai.2015 | 18:32 Uhr

Der FC Bayern München hat Luft nach oben, denn sonst würde er im Finale der Champions League stehen, sagte Jens Krause, Regionalpastor für die evangelischen Kirchen zwischen Neukloster und Dabel. Da gehe noch was. Gleiches gilt für Herrn Kiebitz, den überforderten Mitarbeiter im Amt, der immer mehr Aufgaben aufgehalst bekommt. Darum ging es in dem kurzen, heiteren Rollenspiel, das Mitglieder des Chors der Kirchengemeinde Brüel, die „Leandertaler“, aufführten.

Luft nach oben war Thema des traditionellen Propsteigottesdienstes, den die Kirchengemeinden der Region zum Himmelfahrtstag am Roten See in Brüel feierten. Der Regionalpastor fragte zuerst nach den Witzinern in dem Halbrund, dann nach den Sternbergern. Sie wurden zahlenmäßig natürlich deutlich von den Brüelern übertroffen. Warin war auch stark vertreten, nicht zuletzt dank der Kirchenband „Irlichter“, die den Gottesdienst musikalisch begleitete. Aus Neukloster waren es schon wieder weniger. Und einige gesellten sich aus anderen Teilen des Landes und darüber hinaus dazu.

In der originellen, heiter wie kurzweiligen Predigt der Sternberger Pastorin Katrin Teuber wirkten auch Siegfried Rau und Andreas Kunert, die Pastoren in Witzin und Warin, sowie Jens Krause aus Neukloster mit. Sie würde gern von einem Berg auf alles herunterblicken oder verreisen in
einem Heißluftballon, ohne den Stress beim Einchecken auf dem Flughafen. Die Pastorin verteilte in den Sitzreihen Luftballons, die sich extra groß aufpusten ließen. Doch selbst alle zusammen reichten nicht, dass der Korb, in den sie Talartasche, Rucksack, Bücher und anderes gepackt hatte, abhebt. Sie müsse sich von Ballast trennen, auch wenn es schwer falle, riet Jens Krause. Gesagt, getan, und dann entfalteten Erwachsene und Kinder noch ein großes, buntes Tuch, sorgten für Aufwind, um das Vorhaben zu unterstützen. Zuerst ging es über den Roten See und dann weiter in die Umgebung. „Wenn man da oben schwebt, sieht die Welt ganz anders aus“, befand die Sternberger Pastorin. Aber dann wollte sie eilends wieder auf die Erde und festen Boden unter den Füßen spüren. Die Menschen hätten Luft nach oben, sollten sich aber nicht zu viele Lasten aufbürden lassen. Dann seien sie nicht in der Lage, ihr Leben glücklich zu gestalten.

Nach dem erfrischenden Gottesdienst, dessen Kollekte Projekten der Kinder- und Jugendarbeit zugute kommt, ging es am Roten See fröhlich weiter mit handgemachter Musik, Chorliedern, sportlichen Spaßeinlagen, bunter Unterhaltung, Vorführungen der Modellbauer sowie Essen und Trinken.

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