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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. Oktober 2017 | 02:26 Uhr

Dabel : Glockengeschichte in Bildern

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Ausstellungseröffnung in Dabel mit Gästen aus der Partnergemeinde Dayton/US-Bundesstaat Ohio.

Weit gereiste Gäste konnten die Dabeler gestern begrüßen. Unter vollem Geläut begrüßte die Glockengemeinde die zehnköpfige Delegation der Partnergemeinde aus Dayton/Ohio (USA) und Vellahnern. „Seit mehr als 30 Jahren werden die Beziehungen zur Epiphiany Lutheran Church gepflegt“, erklärt Kirchenmusikerin Ingrid Kuhlmann. 1987 hatten die Amerikaner Handglocken nach Dabel gebracht, die bis heute die Grundlage des Dabeler Handglockenchores bilden. Pastor Charlie Woodward erzählt, wie die Glocken „reingeschmuggelt“ wurden: Beim Zoll war nämlich nur ein Satz Glocken angemeldet gewesen, die damalige Delegation hatte aber zwei mit im Gepäck. Da aber die Beamten nicht wussten, wie viele Glocken ein Handglockensatz hat, konnten alle nach Dabel gebracht werden. Es sei verblüffend, wie ähnlich die Landschaft zwischen Ohio und Deutschland sei, erzählt er weiter. Lisa Woodward, die Vorfahren aus Deutschland hat, freute sich, das Land einmal kennen zu lernen. Jonas Rode ist der „Gastvater“ von Ed und Shirley Wasser. Die Amerikaner seien zwar nur für zwei Tage bei ihnen, dennoch könne man sich gut austauschen, sagt der junge Mann, der durch USA-Besuche keine Sprachschwierigkeiten hat. Über den Tablet-PC werden Bilder angeschaut und „unsere Mahlzeiten sind immer sehr lang“, meint er schmunzelnd.

In Dabel wollten die Amerikaner, die mit Pastor Christian Lange angereist waren, natürlich die neuen Klangschätze „Made in Deutschland“ besehen. Ein Hingucker und -hörer war neben den neuen Kirchenglocken auch die Glockenorgel, an der Ingrid Kuhlmann während der kleinen Andacht alle „Glockenregister“ zog. Vorab nahm die Gemeinde den Besuch zum Anlass, ihre Foto-Ausstellung über den Guss der Glocken in Karlsruhe und den Handglockenchor im Kirchturm feierlich zu eröffnen. Die Andacht hielt Pastor Mitchell Grell, der auch die Ausstellung übersetzte. Sie zeigt nicht nur den Gästen die Verbundenheit der Gemeinde zu ihren Glocken, sondern erinnert auch die Dabeler an das aufregende letzte Jahr. Die Ausstellung kann vor den Gottesdiensten besichtigt werden. Für Gruppen sind Führungen zu 50 Euro buchbar. Für Heimatgefühle sorgte dann vielleicht das Mittagessen im Saloon in Kukuk, anschließend ging es für die Amerikaner zu einer Bootstour auf den Schweriner See.

 



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