A20 : Gleich zwei Unfälle mit Fahrerflucht

Die Polizei hofft auf Unterstützung durch die Bürger.
Die Polizei hofft auf Unterstützung durch die Bürger.

Bereits 36 Delikte dieser Art seit 1. April im Nordwestkreis / Laut Pressesprecher allerdings „zumeist Parkplatz-Geschichten“

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13. April 2015, 20:00 Uhr

Zwei Unfälle schwererer Art samt Unfallflucht innerhalb von knapp 15 Stunden ereigneten sich auf der A 20 zwischen Wismar und Grevesmühlen.

Der Fahrer eines bisher unbekannten Pkw wechselte gestern gegen 11.05 Uhr im Bereich des Rastplatzes „Mölenbarg“ zwischen den Anschlussstellen Bobitz und Wismar-Mitte in Fahrtrichtung Rostock auf Grund eines Vorwarners der Autobahnmeisterei den Fahrstreifen. Dabei übersah er den bereits auf der Überholspur befindlichen VW einer 32-Jährigen. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, leitete diese eine Gefahrenbremsung ein. Dabei geriet der VW ins Schleudern, stieß gegen die Mittelschutzplanke und kam anschließend quer zur Fahrbahn zum Stehen. Sowohl am Auto als auch an der Schutzplanke entstanden Sachschäden in Höhe von geschätzten 6500 Euro. Die Fahrerin blieb unverletzt.

Der Fahrer des unfallverursachenden Pkw fuhr weiter. Hinweise zum Fahrzeug, so Wismars Polizeipressesprecher André Falke „können derzeit nicht gemacht werden. Bisher gibt es keine.“ Zur Unfallaufnahme und Bergung des VW musste die A 20 zeitweise voll gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die Raststätte „Mölenbarg“ geführt.


Jeweils Auto beim Überholen übersehen


Bereits am Sonntagabend gegen 20.50 Uhr – allerdings in entgegengesetzter Fahrtrichtung – kam es zu einem noch spektakuläreren Unfall mit Fahrerflucht. Die Ursache war allerdings eine Kopie.

Nach Angaben des Geschädigten war er gegen 20.50 Uhr auf der A 20 in Richtung Lübeck unterwegs. Etwa zwei Kilometer hinter der Anschlussstelle Grevesmühlen scherte plötzlich ein ebenfalls unbekannter Pkw-Fahrer nach links auf den Überholfahrstreifen aus, um ein vorausfahrenden Sattelzug zu überholen. Auch der übersah den bereits auf dem Überholfahrstreifen fahrenden Pkw des 38-jährigen Geschädigten. In der Folge kam es zur seitlichen Berührung und der 38-Jährige verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Anschließend driftete der Pkw nach rechts in die Bankette und überschlug sich. Glücklicherweise blieben sowohl der Fahrer als auch die drei Mitfahrer im Alter von 25, 30 und 37 Jahren unverletzt. Am Pkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von über 6000 Euro.

In beiden Fällen setzen das Autobahn- und Verkehrspolizeirevier Metelsdorf (Tel. 03841-79660) oder jede andere Polizeidienststelle auf Hinweise zum Unfallhergang und zu den flüchtenden Fahrzeugen.

Insgesamt registrierte die Polizeiinspektion Wismar in der Hansestadt und dem gesamten Landkreis „36 Unfallfluchten seit dem 1. April, quasi drei am Tag“, bilanziert André Falke auf SVZ-Nachfrage. Dabei seien es „oftmals Parkplatz-Geschichten, Kleinigkeiten“. Zum Vergleich: Im März gab es im Bereich der PI Wismar „laut vorläufigen Zahlen insgesamt 77 Delikte dieser Art“, so Falke.





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