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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

14. Dezember 2017 | 16:06 Uhr

Jesendorf/Brüel : Geschichten um den Tannenbaum

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Traditionelles Verbrennen der ausgedienten Weihnachtsboten zum Jahresanfang durch die Feuerwehren in Brüel und Jesendorf.

von
erstellt am 16.Jan.2017 | 05:24 Uhr

„Tannen zu Asche“ – zu Beginn eines Jahres ist es Brauch, die ausgedienten nadelnden Weihnachtsboten in geselliger Runde dem Feuer zu übergeben. Organisiert wird das Ganze von den örtlichen Wehren – so am Wochenende in Jesendorf und Brüel.

Die Freiwillige Feuerwehr Jesendorf machte daraus am frühen Samstagabend für die Einwohner der Gemeinde wieder einen Treffpunkt rund um die wärmenden lodernden Tannen und Fichten. Wer wollte, brachte seinen Festbaum persönlich vorbei. Im Feuerwehrgerätehaus standen derweil einige Tische und Bänken. Und die Wehrführung – Jesendorfs Chef Thomas Jahn und sein Stellvertreter Ronny Herrmann, hatte nicht nur die Kasse im Blick, sie sorgte höchstpersönlich für die Beköstigung mit wärmenden Getränken. Derweil war Andreas Klinke aus Trams der Mann am Bratwurstgrill. Von alldem unbeeindruckt spielten die beiden Fünfjährigen, Freya und Yannik, im Schnee…

Sonntag, 10 Uhr – das ist seit Jahren schon die Zeit des Brüeler Tannenbaumverbrennens. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sammelten im Stadtgebiet die ausgedienten Nadeln ein. Aber natürlich kamen auch hier etliche mit dem Baum unterm Arm, um das abgeschmückte und seine Schuldigkeit getane Weihnachtsutensil zu entsorgen. „Das machen wir schon seit Jahren so“, betonte der 16-jährige Eirik Hansen, der zusammen mit seinem kleinen Bruder Tjark (10) das Familienbäumchen zur Feuerstelle hinterm Gerätehaus der Wehr trug.

Jaqueline Nagel aus Brüel schaute auch ohne Baum („Den haben wir anderweitig schon entsorgt.“) vorbei: „Das ist doch was Schönes, sich zu Jahresbeginn hier zu treffen.“ Der Fußsack in der Sportkarre war leer, der 16 Monate alte Mats war mit dem Papa „Feuerwehr gucken“. Den Namen hat der Filius übrigens vom deutschen Fußball-Weltmeister vom FC Bayern, Mats Hummels. „WM und EM schaue ich mir schon an“, sagt Jaqueline Nagel. Sie habe „Mats Hummels im Fernsehen gesehen und finde, Mats ist ein schöner Name. Und der passt ja auch zu unserem kleinen Frechdachs.“


Zu Weihnachten seit der Wende gen Österreich


Eine Geschichte ganz anderer Art hatten Meiko Baustian und seine Frau Franka Müller parat. Seit der Wende fahren die beiden all die Jahre über Weihnachten nach Österreich. „Einen Tannenbaum hatten wir in Brüel noch nie stehen. Vorher schon, aber seit der 1991 nicht mehr“, sagte Franka Müller. Jedes Jahr geht es für 14 Tage zum gleichen Vermieter nach St. Johann. Am 2. Januar war man mit dem dreijährigen Sohnemann Luca sowie der 82-jährigen Oma und „meiner Mutter, die ist 62“ wieder zurück“, berichtete Meiko Baustian. Ohne Weihnachtsbaum gehe es aber auch in den Alpen für die Brüeler nicht. Der werde vor Ort gekauft. „Diesmal hatten wir 70 Zentimeter Schnee in St. Johann“, erzählte Meiko Baustian, der beim Alpenurlaub gerne auch auf den Brettern steht – „alpin, nicht Langlauf“.

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