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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. August 2017 | 10:15 Uhr

Sternberg : Generalprobe für junge Musiker

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Teilnehmer am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ traten am Sonnabend in Sternberg auf und konnten schon mal Konzertatmosphäre schnuppern.

Im Rathaussaal gab es am Sonnabendnachmittag ein beeindruckendes Konzert junger Nachwuchskünstler. Es war sozusagen eine öffentliche Generalprobe für zehn Kinder und Jugendliche, die Schüler der Kreismusikschule „Johann Mathias Sperger“ sind. Sie wurden für die Teilnahme am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ nominiert, der am 25. Januar in Schwerin ausgetragen wird. Intensiv
haben sie mit ihren Lehrern am Repertoire gefeilt und demonstrierten nun in diesem Vorbereitungskonzert vor Publikum ihr Können.

Aufregung und Lampenfieber gehören bei einem öffentlichen Auftritt immer dazu, und so bietet dieser in Sternbergauch die Möglichkeit, sich an Konzertatmosphäre zu gewöhnen. „Eigentlich gehört jeder Teilnehmer am heutigen Konzert schon zu den Gewinnern“, so Schulleiter Bernd Jagutzki, der durch das Programm führte. Schließlich sei die Delegierung durch den Fachlehrer schon eine Anerkennung der erreichten Leistungen.

Die besten Klaviersolisten und zwei Ensembles der Musikschule stellten sich im Konzert vor. Den musikalischen Reigen eröffneten die Jüngsten. Joela Kanita Seppmann und Hedda Manthey, beide zehn Jahre alt, spielten ganz konzentriert ihr zehnminütiges Programm, kleine Stücke von Bach bis hin zu neuzeitlichen Kompositionen.

In der gleichen Altersklasse hatten dann zwei Ensembles ihren Auftritt. Meret Laß und Lea Malcher gelang trotz aller Aufregung ab und zu ein Lächeln. Ob Latin ritmico, Händelsches Menuett oder Walzer, das Akkordeon-Duo beeindruckte mit viel Rhythmusgefühl und Spielfreude. Auch das Flöten-Ensemble mit Tina Sperling, Lisa Sophie Fischer und Theresa Zacharias überzeugte mit sicherem und ausdrucksstarkem Spiel.

Im letzten Teil des Konzertes hatten die älteren Klaviersolisten ihren Auftritt. „Er hat es als Korrepetitor schon einmal bis zur Teilnahme am Landeswettbewerb geschafft“, stellte Bernd Jagutzki den 15-jährigen Robert Schulz aus Goldberg vor. Ein schwieriges Repertoire von Bach bis Prokowjew hatte er einstudiert und erntete für seine Interpretationen langen Applaus. Hannes Knieschewski kam ohne Noten an den Flügel. Der 17-Jährige hatte alles im Kopf – und wie er spielte! Bach, Mozart, Chopin, Prokowjew, ob romantisch-zart oder rhythmisch-kraftvoll, sein Spiel ging unter die Haut. Seine Schwester hatte das Konzert eröffnet, Jonathan Seppmann beschloss es. Warten auf den Auftritt macht nicht gerade ruhiger. Das war seinem Spiel schon noch etwas anzumerken. Auch seine Musikauswahl ging, wie es die Wettbewerbsvorschriften verlangen, durch die Jahrhunderte. Händels „Passacaglia“ war sein Einstieg und mit Gershwins „Prelude III“ klang dieses beeindruckende Konzert aus.

Eltern und Lehrer drücken nun die Daumen für ein gutes Abschneiden beim Regionalwettbewerb. Im März findet dann der Landeswettbewerb statt, vielleicht mit Teilnahme eines dieser jungen Musiktalente, die am Sonnabend in Sternberg gefielen.

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erstellt am 19.Jan.2014 | 18:32 Uhr

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