Vorweihnachtszeit : Gemeinsam im Advent

Weihnachtliche Stimmung zwischen Jugendscheune und Kloster. Fotos: Katja Frick
1 von 4
Weihnachtliche Stimmung zwischen Jugendscheune und Kloster. Fotos: Katja Frick

Weihnachtsmarkt in Neukloster bezauberte Besucher

svz.de von
14. Dezember 2017, 15:30 Uhr

Ein abgegrenzter, fast runder Platz, eingerahmt von leuchtenden Bäumen, Resten eines mittelalterlichen Klosters und einem Reetdachhaus - schöner kann ein Weihnachtsmarkt kaum liegen. Vor der Jugendscheune in Neukloster entstand am Sonnabend-Nachmittag dementsprechend auch eine heimelige, weihnachtliche Atmosphäre. Unternehmen, Vereine, Bewohner, Schüler des Gymnasiums, Kita, Reha-Zentrum und auch die Freiwillige Feuerwehr hatten gemeinsam Stände aufgebaut, in der Klosterkirche war eine kleine Ausstellung mit Krippen zu bewundern. Und so schienen auch alle, die in und um Neukloster wohnen, unbedingt dabei sein zu wollen. Der Weihnachtsmann, der um 16 Uhr vor der kleinen Bühne seinen Auftritt hatte, wurde dicht umlagert von Kindern mit ihren Eltern im Schlepptau, alle wollten ganz dringend durchs Mikrofon dem Gesellen im roten Mantel und dem Publikum ihr vorbereitetes Lied oder Gesicht aufsagen. So wie die Geschwister Martha, Katharina und Richard aus Groß Tessin mit ihrer Cousine Mia aus Hamburg, die lange auf ihren großen Moment warten mussten.

Auch am Stand der Schüler der 11A und 11B des Gymnasiums „Am Sonnenkamp“ herrschte ausgelassene Stimmung, sie verkauften Waffeln und selbst Hergestelltes, um wieder etwas Geld für ihren Abiball im nächsten Jahr zusammen zu bekommen. „Das hier sind selbst gebastelte Weihnachtsengel, die roten Sterne für die Teelichter haben wir auch selbst gefaltet und dieses leckere Glühweingelee hergestellt“, warb Pauline für die Produkte der Abiturienten.

Die Jugendscheune, die gleichzeitig vom Schullandheim und vom Jugendclub genutzt wird, war die Zentrale des Marktes. Drinnen gab es Kaffee und Kuchen, Bastelangebote und schöne Dinge zum Kauf. Wie zum Beispiel Ergebnisse der Keramik-Kurses von Rainer Baku. Er hat seine Ausbildung zum Keramiker in Berlin absolviert, ist inzwischen aber Rentner. „Bei mir machen insgesamt 30 Kinder mit, jeden Freitag und jeden Dienstag ist Kurs.“ Lisa (11) von der Regionalschule Neukloster und Mattes (10) von der Grundschule halfen beim Weihnachtsverkauf am Sonnabend, besser gesagt beim Einsammeln der Spenden. „Ich bin ungefähr seit einem Jahr dabei“, erzählte Mattes. „Mir hat die Tochter unserer Nachbarin von dem Kurs erzählt und dann habe ich mir das mal angesehen.“ Die Besucher des Keramik-Raumes konnten von Mattes und den anderen kleinen Töpfern gegen eine kleine Spende z. b. einen Schneemann erwerben, den man als Schmuck an den Weihnachtsbaum hängen kann.

Karin Hurnik, die Chefin des Schullandheimes mit dem angeschlossenen Hochseilgarten, die das Weihnachtstreiben in der Jugendscheune organisierte, zeigte sich am Sonnabend sehr zufrieden. Und das sowohl in Bezug auf den Nikolausmarkt als auch auf die vergangene Saison. „Wir haben 50 Betten, 12 Luftmatratzen können noch in den Finnhütten ausgelegt werden. Wir waren 2017 gut besucht, das läuft.“ Besonders mit seinen Angeboten zur Erlebnispädagogik kann das Neuklosteraner Schullandheim punkten. Hier können Erwachsene wie Kinder unter Anleitung von Trainern Mut und Teamgeist im Klettergarten, beim Floßbau, Kanufahren, Bogenschießen oder Kistenklettern beweisen. „Ab Mai kommen immer die Schülergruppen, davor die Vereine“, weiß Karin Hurnik. „Zum Beispiel der Sportverein Blau-Weiß Grevesmühlen, der kommt jedes Jahr mit 60 Leuten zu uns. “

Die erlebnispädagogischen Angebote können aber auch ohne Übernachtung genutzt werden, für Gruppen ab 20 Teilnehmern kosten drei aufregende Stunden im Hochseilgarten beispielsweise 20 Euro pro Person.

„Ich selbst war noch nie im Hochseilgarten klettern“, gab Karin Hurnik lächelnd zu. „Vielleicht mache ich nächstes Jahr mal mit.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert