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Wir in Baumgarten : Pferdeliebe hält über Generationen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jörg Fratzke betreibt seit zehn Jahren eine Haflinger-Zucht in Baumgarten

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2016 | 14:02 Uhr

„Haflinger zu halten war schon immer mein Traum“, sagt Jörg Fratzke. Eigentlich führt er hauptberuflich ein Forst-Service-Unternehmen. Dass er seit zehn Jahren nebenher die Kleinpferdrasse Haflinger züchte, sei „vielen dummen Zufällen geschuldet“, so der Unternehmer. „Mein Vater hatte eine Haflingerstute. Als er verstarb, übernahmen wir das Tier“, erzählt Fratzke. Damit das Pferd nicht alleine wäre, kaufte er 2005 eine zweite Stute. Beim Kauf erhielt Fratzke Papiere, welche die Abstammung des Pferdes bestätigten. Das Pferd mit dem Namen Novelle war somit für die Zucht geeignet. „Wir entschieden uns, Novelle zum Hengst zu führen“, sagt der Unternehmer. Der Zuchtbetrieb Haflinger Baumgarten wurde gegründet.

Seitdem werden jährlich Fohlen auf dem Hof geboren. Der Betrieb setze auf eine offene Laufstallhaltung. Die Tiere können selber entscheiden, wann sie im Stall sein wollen oder auf die Weide möchten. Mit den Tieren gehe die Familie regelmäßig auf Ausstellungen. Dabei landeten die Pferde vom Hof Haflinger Baumgarten schon öfter auf einem der ersten Plätze.

Das Unternehmen ist ein reiner Familienbetrieb. Es gibt keine zusätzlichen Mitarbeiter, dafür packen aber alle Fratzkes mit an. Tochter Caroline und Ehefrau Kerstin helfen da, wo sie gebraucht werden. Währenddessen gehe Sohn Florian seiner eigenen Zucht nach. Der 15-Jährige konzentriere sich im Gegensatz zu seinem Vater auf die Rasse Minishetlandpony.

Bei Haflinger Baumgarten haben Reiter die Möglichkeit ihr Pferd unterzubringen. Des Weiteren bietet das Unternehmen Reitbeteiligungen an. Dafür unterhalte Fratzke neben den Zuchttieren noch weitere Pferde. Darüber hinaus plane die Familie, die Aufzucht von Pferden anzubieten. Mit einem Alter von sechs Monaten komme das Fohlen auf den Hof. Dort werde es gepflegt, gefüttert und wächst auf. Wenn das Pferd sein drittes Lebensjahr erreiche, könne der Besitzer sein Tier wieder abholen.

Für die Aufzucht möchte sich Fratzke auf die Rasse Schwarzwälder Kaltblut konzentrieren.

Dass ausgerechnet Haflinger, die ursprünglich aus Südtirol stammen, im mecklenburgischen Baumgarten gezüchtet werden, begründe sich in der Begeisterung Fratzkes für diese Kleinpferdrasse. „Ich mag die Farbe und die Art dieser Tiere. Sie haben einen liebevollen Charakter, eine schöne Größe und sind anspruchslos in der Haltung“, sagt er. Hauptberuflich der Zucht nachzugehen, strebe er nicht an. Doch eine Weiterentwicklung des Betriebes sei nicht ausgeschlossen, so der Unternehmer.

Der Name Fratzke sei bereits seit mehr als hundert Jahren in Baumgarten bekannt. 1880 bauten die Vorfahren von Jörg Fratzke ihr Haus in der Gemeinde. Mittlerweile lebe die Familie dort in vierter Generation. „Wir würden nie aus Baumgarten wegziehen. Auch die nächste Generation wird hier leben“, sagt Jörg Fratzke.




 

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