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Wir in Zurow : Nach Messe weit über 600 Kontakte

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Geschäftsführer Thorsten Fichtler ist von seiner Innenlift-Innovation überzeugt.

„So viele Altersheime können wir gar nicht bauen!“ Der das sagt, ist Dipl. Ing. Thorsten Fichtler – Geschäftsführer der Zurow Bau GmbH (Zuba) mit Sitz in Krassow. Er bietet mit seiner Firma eine Lösung an, damit ältere Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können – ohne Treppen steigen zu müssen. Für seine Innovation „Einbau innenliegender Aufzüge in Bestandstreppenhäusern“ wurde Thorsten Fichtler im Februar dieses Jahres auf der 68. Internationalen Handwerksmesse in München bei seiner dritten Teilnehmer erstmals mit dem Bayerischen Staatspreis im Bereich Technik geehrt. Einen von insgesamt nur zehn in der Kategorie zu vergebenen Preisen auf der Messe mit über 1000 Ausstellern aus 32 Ländern! Die Jury begründete die Vergabe wie folgt: „Die Fa. Zurow verlagert die Hälfte eines bestehenden Treppenhauses und ersetzt dieses mit einer nachgerüsteten Aufzugsanlage. Nur dadurch wird der Aufzug barrierefrei und endet nicht wie üblich im Zwischengeschoss.“

Fichtler ist überzeugt vom riesigen Potenzial des patentierten Liftes. Seit November 2015 gibt es zwei funktionierende Prototypen, eingebaut im Gebäude der Wohnungsbau-Genossenschaft Dorf Mecklenburg in der Mecklenburger Straße 6 und 7 von Dorf Mecklenburg. „1,45 Meter tief und 80 Zentimeter breit. Man steigt vorwärts ein und vorwärts wieder aus. Man kommt barrierefrei vom Dachboden bis in den Keller runter“, erläutert Fichtler. Seit der Messe kann sich der Tüftler vor Anfragen kaum retten: „Weit über 600 Kontakte gab es seitdem. Das gilt es jetzt alles zu prüfen und vorzubereiten“, gibt er einen aktuellen Zwischenstand.

Die 80er-Breite vom Innenlift ist ausbaufähig, Ziel bleibt der Meter. „Wir sind jetzt inzwischen soweit, dass wir die 90er-Breite hinkriegen“, berichtet Fichtler. Und den Meter wolle man im Entwicklungsplan angreifen, dies bedürfe freilich nochmals einer komplett neuen Planung. Mit einem Meter Breite bei 1,50 Tiefe hätten die Krassower ein Alleinstellungsmerkmal. Fichtler: „Dann kann uns keiner das Wasser reichen.“ Der Geschäftsführer ist überzeugt von seiner Idee und plant für deren Umsetzung mit bis zu 50 neuen Arbeitskräften. „Drei habe ich bereits eingestellt, nach Pfingsten kommt ein Vierter hinzu“, so Fichtler gegenüber SVZ. Sein Firmenverbund zählt aktuell bereits 130 Mitarbeiter. 

Statistik

Das Zurower Gemeindegebiet liegt im Übergang vom Hügelland östlich der Wismarer Bucht zum äußersten Nordwesten der Sternberger Seenplatte. Die von drei kleinen Seen umgebene Gemeinde ist ca. elf Kilometer von der Hansestadt Wismar entfernt. Zur Gemeinde Zurow (1312 Einwohner) gehören neben Zurow die Ortsteile Fahren, Kahlenberg, Klein Warin, Krassow, Nakenstorf, Reinstorf und Schmakentin.

Zurow war ein slawisches Dorf und danach ein mittelalterliches Kirchdorf. Der Name geht auf das slawische Wort zurowy zurück, die Bezeichnung für eine Art Heidelbeere.

Zurow hat einen direkten Autobahnanschluss an der A 20. Die Auf-/Abfahrt ist übrigens ausgeschildert mit Zurow und Sternberg.

Die A20-Anschluss Zurow ist der Ausgangspunkt der Bundesstraße 192 bis nach Neubrandenburg.

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erstellt am 17.Mai.2016 | 12:05 Uhr

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