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Wir in Warin : Idylle am See lockt Tausende von Gästen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Strandkiosk und das Feriendorf „Warnabi“ in Klein Labenz sind auf die neue Saison vorbereitet.

von
erstellt am 25.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Sie haben sich sofort verstanden, sagt Hans-Jürgen Zutz. Er ist dort heimisch, in Groß Labenz aufgewachsen, hat zehn Jahre im Landtechnischen Anlagenbau (LTA) gearbeitet und dann als Techniker im FDGB-Ferienheim. Er war Gemeindevertreter, bewirtschaftet nun länger als 15 Jahre den Strandkiosk in Klein Labenz und ist jetzt in der Wariner Stadtvertretung, damit der Ortsteil eine Stimme hat. Vis-a-vis betreibt Axel Willsch mit Jens Buhse das Feriendorf „Warnabi“. Vor vier Jahren haben sie das 35 000 Quadratmeter große LTA-Gelände aus einer Insolvenz gekauft. Ca. 10 000 Quadratmeter sind unterschiedlich
bebaut und genutzt, teils an Gewerbetreibende vermietet genauso wie sieben Wohnungen. Und es gibt zehn Ferienwohnungen und die ehemalige Gaststätte. Willsch hat in der Saison 2015 auch den Natur- und Freizeitpark Klein Labenz in Abstimmung mit Insolvenzverwalter und Gläubigern betrieben. Er hätte das auch dieses Jahr gemacht, aber bis Februar eine Entscheidung gebraucht. Im April sei die Anfrage gekommen, zu spät, um die Saison samt überregionaler Präsentation vorbereiten zu können, bedauert er.

Willsch, wie Zutz gebürtiger Güstrower, aber in Dabel und Sternberg groß geworden, hat vorher im Management für deutsche Markenfirmen gearbeitet und sich aus gesundheitlichen Gründen, wie er sagt, zurückgezogen. Abseits vom abgelegenen Dörfchen Rosenow wohnend, habe er Klein Labenz für sich entdeckt, „es schätzen und lieben gelernt“. Ihm gefalle „das Flair dieser Gegend“, betont der 51-Jährige. „Die Menschen kennen sich, treffen sich, reden über private Sachen aus, helfen sich gegenseitig und freuen sich miteinander oder sind auch mal gemeinsam traurig.“ Das sei auch in Groß Labenz so, fügt Zutz an. „Dort sitzen sie mal bei dem oder jenem zusammen auf dem Hof.“

Für ihn sei es „ein Segen“, dass die jetzigen Besitzer das einstige LTA-Gelände gekauft haben, meint Zutz. Derzeit werden weitere Wohnungen ausgebaut; 15 sollen es werden, mehr als doppelt so viele wie jetzt, und 14 Zimmer „in einer Landpension für Ferientouristen“, wie Willsch sagt. Angeboten würden auch Freizeitmöglichkeiten auf dem Wasser bis hin zu Kursen, für die der Sohn den Trainerschein besitze. Es sollte ein größerer Ferienpark werden, aber dafür reichten die privaten Mittel nicht „und die Banken spielten nicht mit“ Lieber so, als sich zu übernehmen, findet auch Zutz.

Das einstige FDGB-Objekt hatte bis zu 500 Betten, erinnert er sich. Es sei das Lieblingsheim von Gewerkschaftsboss Harry Tisch gewesen, der einen Bungalow hatte. Der Natur- und Freizeitpark mit 88 Betten in 14 Ferienwohnungen hatte vorige Saison 852 Ankünfte und 5778 Übernachtungen, das Feriendorf „Warnabi“ mit 33 Betten in neun Ferienwohnungen 230 Ankünfte und 1443 Übernachtungen. Diese Zahlen meldete Willsch an den Fremdenverkehrsverein in Warin. Die Synergien beider Objekte fielen derzeit leider weg, dennoch freue er sich wie Zutz auf die neue Saison ab 1. Mai.

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