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Wir in Brüel : Eigentlich nie ans Weggehen gedacht

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Bauingenieur Willi Meyer wohnt und arbeitet seit fast 30 Jahren in Brüel.

von
erstellt am 25.Okt.2015 | 22:52 Uhr

Das Haus in der August-Bebel-Straße 3, erbaut Ende des 18. Jahrhunderts, in dem Bauingenieur Willi Meyer sein Ingenieurbüro für Baustatik und Planung betreibt, trägt seine Handschrift. Wie viele Gebäude mit Geschichte in seinem Wohnort Brüel und an nicht wenigen kommt er tagtäglich auf dem Weg zur oder von der Arbeit auch vorbei. Wie am Rathaus, jetzt als Bürgerhaus genutzt, Pfarrhaus, Kirchgemeindehaus und Küsterhaus, das nach umfangreicher Sanierung heute als Mehrgenerationenhaus Alt und Jung ein Domizil bietet. Den Umbau des früheren Gymnasiums in ein Haus des betreuten Wohnens hat er als Bauingenieur begleitet ebenso wie die Sanierung des Armenhauses oder der Feierhalle auf dem neuen Friedhof. Ein bisschen aus dem Rahmen fielen da schon Projekte wie der neue Badesteg und das Badehaus am Roten See. „Ich halte es für wichtig, dass erst Vorhandenes in den Orten saniert und erhalten werden sollte“, sagt er.

Dass sich rund 80 Prozent seiner Baustellen im Amtsbereich Sternberger Seenlandschaft bzw. Warin befinden, kommt dem Brüeler sehr entgegen. „Die Wege sind kurz. Ich kann die Baustellen ordentlich betreuen“. Ist die Entfernung größer, beschränkt sich die Arbeit weitestgehend auf die Planung. Willi Meyer nimmt Aufmaß und bringt den Bauantrag auf den Weg. Dann sind Landkreis bzw. Baufirma die ersten Ansprechpartner für den Bauherren und er nur „wenn es Probleme gibt. Dann fahre ich hin oder wir telefonieren“.

Seit fast 30 Jahren wohnt Willi Meyer mit seiner Familie in Brüel. Die beiden Kinder sind längst flügge geworden, leben heute in Rostock und Wien. Für den 60-Jährigen war es nie eine Option, dem kleinen Städtchen den Rücken zu kehren, nicht beruflich und nicht privat. Aus der Altmark war Willi Meyer nach dem Studium und durch die Arbeit über die Zwischenstation Schwerin nach Brüel gekommen. „Hier war immer genug Arbeit“, sagt er, weshalb er eigentlich nie ans Weggehen gedacht habe. „Ich verstehe aber Leute, dass, wenn sie hier keine finden, nicht immer fahren wollen und woanders hingehen.“

Was ihm an Brüel gefällt ist auch die Umgebung, wo er Fahrrad fahren, joggen und das ganze Jahr über im Roten See baden kann.

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