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Wir in Rühn : Dorfzentrum mit langer Tradition

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Viele Ehrenamtliche gestalten aktiv das kulturelle Leben im Kloster Rühn

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2015 | 09:20 Uhr

Das auch über die Grenzen der Region hinaus bekannteste Wahrzeichen der Gemeinde Rühn ist das Kloster. Dass die Veranstaltungen in und um die 800 Jahre alten Gemäuer regelmäßig Tausende Besucher anziehen, ist der Arbeit des Klostervereins zu verdanken. Etwa 70 Mitglieder kümmern sich zum Einen um die Organisation von kulturellen Höhepunkten, aber auch um die Umsetzung, Förderung und Unterstützung denkmalpflegerischer Maßnahmen und derSanierung und Erhaltung der Klosteranlage.

Sigrid Papendorff ist einige Wochen nach der Vereinsgründung, die im November übrigens zehn Jahre zurückliegt, zu den Engagierten gestoßen. „Ich bin in Rühn geboren worden, habe hier große Teile meiner Kindheit verbracht. Von daher hat es mich sehr interessiert. Als Gästeführer gesucht wurden, habe ich mich sofort beim Verein gemeldet“, erzählt sie. Hinzu komme ihr Interesse für Geschichte. Heute ist Sigrid Papendorff eine der Stellvertreterinnen des Vereinsvorsitzenden Hans-Georg Harloff. Sie übernimmt Führungen durch die Anlage und bringt den Besuchern dabei die bewegte Geschichte des Klosters nahe.

Zu Zeiten der Vereinsgründung hätten sich die Mitglieder oft gefragt, warum das Kloster Rühn offiziell gar nicht so bekannt war, obwohl andere Klöster im Land durchaus an Strahlkraft besaßen, erzählt Sigrid Papendorff. „Das hatte mit der Zeit zu tun, als die Anlage ein Werkhof war. Wir haben es uns dann auf die Fahne geschrieben, das Kloster als solches wieder in die Köpfe der Leute zu bringen.“

Die Bedeutung für die Gemeinde ergebe sich schon aus der Klosteranlage an sich, sagt Papendorff. „Das Gebäude ist hunderte von Jahren alt und hat das Leben des Ortes immer mitbestimmt.“ Diesen Stellenwert hatte das Kloster in den 1990er-Jahren teilweise eingebüßt, nachdem ein wichtiger Investor abgesprungen war. 15 Jahre Leerstand waren die Folge. 2006 keimte durch einen anderen Investor Hoffnung auf, der Gastronomie und Hotelwesen im Kloster ansiedeln wollte. Dieser musste jedoch nach einiger Zeit Insolvenz anmelden, erzählt Sigrid Papendorff.

Seit 2008 gehört das Kloster dem Verein, der es durch die Hilfe von Spendern kaufen konnte. Seitdem verfolgen die Mitglieder vehement das Ziel, die Anlage vor dem weiteren Verfall zu stoppen – mit viel Erfolg. Sigrid Papendorff: „Es sind längst alle Dächer dicht, der größte Teil der Fundamente ist gesichert.“ Das zweite große Ziel der Ehrenamtlichen sei es, das Kloster zu einem kulturellen Leuchtturm der Region zu machen. Dass dieses Anliegen längst umgesetzt wurde, beweist nicht nur die Auszeichnung als Spielstättenpreisträger der Festspiele MV 2010. Seitdem ist das Kloster fester Bestandteil im Programm der Veranstaltungsreihe. Und auch der Kulturclub, der einmal im Monat stattfindet, sowie der Adventsmarkt und das Kloster-im-Licht-Fest sind längst feste Termine für die Rühner und viele Besucher aus der Region.

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