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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. August 2017 | 22:20 Uhr

Weitendorf : Gemeinde mit der Kamera entdeckt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Egon Stöbe aus Jülchendorf initiierte einen Fotowettbewerb für Schüler. 38 wunderbare Aufnahmen entstanden

38 wunderschöne Bilder sind das Ergebnis eines Fotowettbewerbs für Schüler der Gemeinde Weitendorf, den Egon Stöbe initiiert hat. „Dabei sah es anfangs so aus, als ob keinerlei Interesse bestand. Zur Einführungsveranstaltung Mitte Oktober im Gemeindehaus kamen jedoch 13 Schüler, von denen später sieben Fotos eingesendet haben“, sagt Stöbe.

Der Jülchendorfer ist passionierter Hobbyfotograf, der seine Motive buchstäblich vor der Haustür findet. Mit Fotografie befasst sich der 69-Jährige seit dem zehnten Lebensjahr, immer als Hobby. Die Idee, Mädchen und Jungen für die Fotografie zu begeistern, sei ihm bei einem Fotofestival in Zingst gekommen. „Da gab es auch ein Projekt mit Kindern. Die haben sich, als sie eine Kamera in die Hand bekamen, in einen Kreis gestellt und ihre Füße fotografiert.“

Wie würden wohl die Fotos aussehen, die in der Gemeinde Weitendorf von Kinderhand entstünden? Denn einzige Vorgabe innerhalb des Wettbewerbes war, sich Motive in der Landschaft der Gemeinde zu suchen oder aber Tiere, Menschen oder Freunde zu fotografieren. Von Egon Stöbe bekamen die Kinder und Jugendlichen dann praktische Tipps, wie man eine Idee bestmöglich umsetzen könne. „Und alle haben tolle Fotos eingereicht“, freut er sich.

Darin ist sich auch die Jury einig. Petra Liedtke, Heide Schmiedel und Brigitte Walter-Stöbe, hatten es nicht einfach, „aus den zum Teil technisch und fotografisch sehr guten Bildern“, so Stöbe, die Siegerfotos auszuwählen. „Die Fotos sind durchweg alle gelungen“, lobt Petra Liedtke, Die Kinder hätten sich Gedanken gemacht und nicht nur den Apparat draufgehalten, sagt sie. „Wir waren uns bezüglich der besten Fotos schnell einig in der Jury. Aber an wen wir den ersten Preis vergeben sollten, war problematisch. Deshalb haben wir mit Punkten bewertet und so zwei erste Preise vergeben können. Es sind wunderbare Fotos dabei“, ergänzt Brigitte Walter-Stöbe.

Dass zwei Fotos mit der maximalen Punktzahl auf den ersten Platz landeten, habe doch etwas überrascht, meint Egon Stöbe. Die Jury hatte sich gewünscht, dass die Preisverleihung beim Fest in Jülchendorf stattfinden sollte, um den Nachwuchsfotografen eine entsprechende Bühne zu geben. Weil das nicht realisierbar gewesen sei, „haben wir uns nach Rücksprache mit den Eltern für eine Preisverleihung im kleinen Kreis entschlossen“, erklärt der 69-Jährige. Und lud die Erstplatzierten, ihre Eltern und Großeltern in den eigenen Garten an eine Kaffeetafel ein.

Den ersten Platz teilen sich die erst in diesem Monat sieben Jahre alt gewordene Anna Schöhs aus Jülchendorf mit ihrem Bild „Abendstimmung in Kaarz“ und die Brüder Georg (16) und Hans (13) Weber aus Jülchendorf mit „Herbstwald“.

„Ich bin einmal auf Tour gegangen, ein anderes Mal mein Bruder. Jeder hat für sich fotografiert. Aber wir bevorzugen beide Landschaften“, sagt Hans, der den Preis für seinen älteren Bruder, der auf Bildungsfahrt war, mit entgegen nahm. Wenn sich Gelegenheit biete, könne er sich schon vorstellen, wieder zu fotografieren, sagt der 13-Jährige. Den zweiten Platz vergab die Jury an Alex Schöhs (11) aus Jülchendorf für das Foto „Der Hund mit dem Katzenschatten“, den dritten Platz an Karl Conradi (15) aus Weitendorf für ein „Katzenportrait“.

Alex hat schon ein bisschen fotografiert, erzählt er. „Ich habe in der Sonne gesehen, wie der Schatten entstand. Da wusste ich, dass ich davon ein Foto mache. Wir haben mehrere Haustiere, Hund, Katzen und auch einen Ziegenbock, den hat meine Schwester Anna auch auf einem Foto eingereicht“, sagt Alex.

Allen Platzierten überreichte Egon Stöbe eine Urkunde mit ihrem Foto und einen Gutschein. Zwar habe die Gemeinde im vergangenen Jahr Geld dafür bewilligt, nach dem er einen Zuschuss beantragt hatte, „aber meine Frau und ich entschlossen uns, diesen nicht in Anspruch zu nehmen und die Preisgelder zu sponsern“, erklärt er. Der Wettbewerbsinitiator könne sich durchaus vorstellen, dass die Siegerfotos öffentlich ausgestellt werden. Vielleicht im Brüeler Bürgerhaus? Siegerfotos Seite 11
 

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erstellt am 23.Jul.2016 | 12:12 Uhr

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