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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. Oktober 2017 | 12:17 Uhr

Warin : Gelbe Tonne bleibt Ärgernis

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Der Wariner Kurt Dombrowski sagt: Die Leerung alle vier Wochen reicht nicht. Im Sommer befürchtet er üble Gerüche.

von
erstellt am 06.Feb.2015 | 15:25 Uhr

Kurt Dombrowski vom Markt in Warin ist sauer – auf Verantwortliche im Landkreis Nordwestmecklenburg. Die gelben Säcke durch Wertstofftonnen mit ebenso gelben Deckeln zu ersetzen und die
alle vier Wochen entleeren zu lassen, könnten sich nur Leute „im stillen Kämmerlein“ ausgedacht haben. Einziger Gewinner sei der Abfuhrbetrieb, meint der Wariner. Die Bürger müssten das nun ausbaden.

Sechs Mietparteien in dem Haus teilen sich zwei Tonnen. Als die gelben Säcke 14-täglich abgeholt wurden, seien das immer fünf bis sechs gewesen. Jetzt kämen doppelt so viele zusammen. Deren Inhalt passe doch niemals in die beiden Tonnen. Bei der ersten Leerung am 30. Januar hätten fünf bis sieben gelbe Säcke – ganz genau habe er nicht gezählt – daneben gelegen. „Noch können wir die nutzen“, sagt Dombrowski. „Aber was ist, wenn die verbraucht sind?“

Und der Wariner denkt weiter: „Die Tonnen werden bis oben vollgestopft, so dass der Deckel halb offen bleibt. Dass dann allerlei umher fliegt, ist doch klar. Und das fällt der Stadt auf die Füße, weil die Leute vom Bauhof alles wieder einsammeln müssen.“ Dabei hätten sie sicher genug anderes zu tun.

Kurt Dombrowski mag gar nicht an den Sommer denken. Leere Joghurtbecher oder Fischdosen würden nach kurzer Zeit übel riechen, der nächste Abfuhrtermin aber sei noch in weiter Ferne. Was alles an den Innenwänden der Tonnen kleben bleibe, verschlimmere die Geruchsbelästigung noch. An dieser ändere sich auch nichts, wenn das Sechs-Familien-Haus mehr gelbe Tonnen bekäme. Wo sollten die bleiben, sei die nächste Frage. „Wir können die zwar wie viele andere in der Innenstadt in die Toreinfahrt stellen, doch langsam ist auch dort Schluss. Es sind schon drei Müll-, die zwei gelben Tonnen und eine für Altpapier.“

Der Wariner sprach das Problem, das auch andere hätten, „am Fritz-Reuter-Platz vielleicht noch mehr“, auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung sachlich, aber bestimmt an. „Ich möchte, dass die Stadt Position bezieht und die auch gegenüber dem Landkreis deutlich macht.“ Bürgermeister Michael Ankermann hielt den Ärger für nachvollziehbar und sicherte zu, dass sich die Stadt an den Landkreis wendet. Auf die Beschwerde eines Gadebuschers hatte Norbert Frenz, stellvertretender Betriebsleiter der Abfallwirtschaft, jedoch geantwortet, er schließe eine Veränderung des Abholrhythmus aus, weil der Landkreis in dem bis 2017 geltenden Vertrag mit der Entsorgungsfirma Interseroh Köln daran gebunden sei (wir berichteten). Doch wenn von überall Druck komme, müsse vielleicht doch nachgebessert werden, hofft Kurt Dombrowski aus Warin.

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