Sternberg : Geführte Touren kommen an

Zur Gruppe der Stadt- und Wanderführer in Sternberg gehören u. a. Gerhard Krüger, Mechthild Quade, Petra Zoschnik, Hans-Werner Lübcke, Regina Karl, Rita Klammer (v. l.) Rechts im Bild Martin Bouvier, Leiter der Sternberger Touristinformation.
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Zur Gruppe der Stadt- und Wanderführer in Sternberg gehören u. a. Gerhard Krüger, Mechthild Quade, Petra Zoschnik, Hans-Werner Lübcke, Regina Karl, Rita Klammer (v. l.) Rechts im Bild Martin Bouvier, Leiter der Sternberger Touristinformation.

Wander- und Stadtführer werteten die 2014-Saison aus: Im Winter Angebote auf Nachfrage.

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28. November 2014, 14:42 Uhr

Er habe sich regelrecht auf diesen Nachmittag gefreut, eröffnete Martin Bouvier, Leiter der Sternberger Touristinformation, die Veranstaltung im Rathaus. Zweimal im Jahr, vor und nach der Saison, treffen sich alle Wander- und Stadtführer, um Inhalte und Termine abzustimmen bzw. die Saison auszuwerten. Die 2014er, die am 8. Mai mit einer Stadtführung begann und offiziell am 18. September beendet wurde, war eine sehr gute. Dass die Stadtführungen jetzt eine Stunde später und damit erst um 11 Uhr beginnen, würde gut ankommen, so die Erfahrungen im ersten Jahr.


Gruppen wünschen sich Programmpaket


Immer mehr nachgefragt werde nach ganzen Programmpaketen für Gruppen. Eine solche Tour beginnt beispielsweise im Museum Groß Raden. Anschließend geht es mit dem Fischerboot nach Sternberg, wo ein Stadtführer die Gäste erwartet. Das Programm könnte mit einem Besuch in der Kirche enden. „Die sehen wegen ihrer Größe viele auf ihrer Durchfahrt, halten an und wünschen sich, dass sie offen ist. Und sie ist es“, sagte Stadtführerin Mechthild Quade. Das Interesse an der Kirche sei sehr groß, bestätigte Stadt- und Kirchenführerin Gunna Weise und berichtete von Leuten aus Berlin und Hamburg, die nur aus diesem Grund Sternberg besucht hätten.

Auch außerhalb der Saison gebe es Kirchenführungen auf Anfrage. An diesem Wochenende erwartet Weise eine Jagdgesellschaft aus Bayern. In der Touristinformation sei zudem der Kirchenschlüssel hinterlegt, denn auch außerhalb der Saison gebe es Bedarf, sich das Gotteshaus anzuschauen.

Für Regina Karl war es das erste Jahr als Stadtführerin. „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich bin bereit, wieder mitzuarbeiten“, kündigte sie an. Die meisten Gäste wären das zweite Mal zu einer Führung gekommen, so ihre Erfahrung. Sie hätten nicht gewusst, dass Sternberg so viel zu bieten habe, höre sie dann immer wieder. „Auch die Sauberkeit der Stadt wird viel gelobt“, ergänzte Gunna Weise. Bemängelt werden allerdings die Einkaufsmöglichkeiten und das fehlende Leben in der Stadt.

„Viel Lob gibt es von den Besuchern für die Touristinformation“, so Gunna Weise. Dort nehme man sich der Leute an, sei nett und gut in den Erklärungen. Ein Lob, das an diesem Nachmittag denn in eigener Sache die Stadt- und Wanderführer auch an Martin Bouvier weitergaben.

Für Petra Zoschnik von PeTour, die geführte Wanderungen und Radtouren im Naturpark Sternberger Seenland anbietet, war es ein Rekordjahr. „Vier Führungen an einem Tag, zehn in einer Woche und jetzt im November habe ich auch an jedem Wochenende geführt“, so Zoschnik, die dies auch im Winter anbietet. Martin Bouvier war mit ihr auf der „Biber-Tour“ und habe so viel Neues entdeckt, obwohl er diese Strecke schon zig mal alleine gelaufen sei. „Normalerweise müssten alle Rezeptionisten einmal mit mir laufen“, sagte Petra Zoschnik, dann könne den Gästen gezielter empfohlen werden.

Auch Rita Klammer will gerne weiter machen. Ihre Familienwanderungen um den Luckower See gestaltet sie zu naturkundlichen Führungen. „Die Landschaft fesselt jeden. Wir haben hier Strukturen, die man jedem Touristen präsentieren kann.“ Nach solch einer Führung passiere es immer öfter, dass die Gäste aus Sternberg dann in ihren Naturgarten oder zum Roten See nach Brüel kämen. „Das finde ich gut. Am Ende jeder Führung gebe ich meinen Gästen Tipps, dann bleiben sie auch in unserer Region“, so Klammer. Hinweise hätten auch die anderer für ihre Gäste bereit und bestätigten, wie dankbar dies angenommen werde.

Auf die Frage von Martin Bouvier, ob mit dem Warnowdurchsbruchstal in zu vielen Touren geworben werde, erklärte Hans-Werner Lübcke, dass die meisten das Warnowtal sehen wollen, wenn sie in unserer Region sind. Thematische Führungen, gern auch mit einer Imbissmöglichkeit, kämen an, wisse er. Lübcke hatte Gäste im Warnowtal und in den Sültener Salzwiesen geführt.

Kein gutes Aushängeschild für den Naturpark sei der einzige noch in Betrieb befindliche Bahnhof in Blankenberg, merkte Rita Klammer an. Vielleicht könnte dort mit Fleyern oder Aushängen auf die geführten Touren hingewiesen werden. Weil der Naturpark eben mehr zu bieten habe, als man entlang der Bahnstrecke sehe. Bouvier versprach, den Wunsch an die Naturparkverwaltung heranzutragen.


Busverbindungen völlig unzureichend


Als großes Problem benannten die Stadt- und Wanderführer den öffentlichen Personennahverkehr. Wer auf einen Bus angewiesen sei, habe oftmals schlechte Karten. Wie komme man von Sternberg nach Crivitz oder sonntags von Sternberg nach Güstrow? Und wie ergehe es Leuten, die ihr Fahrrad mit in den Bus nehmen wollen?


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