Fahrerflucht in Holzendorf : Geflüchteter 52-Jähriger ohne Fahrerlaubnis

Das Unfallauto, dessen Fahrer flüchtete.
Das Unfallauto, dessen Fahrer flüchtete.

Gemieteter Pkw Mercedes war nach Angaben der Polizei nicht gestohlen

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10. Juni 2016, 20:00 Uhr

Die Vermutung der Polizei noch am Ort des Geschehens hat sich bestätigt: Der Verursacher des Verkehrsunfalls am Donnerstag gegen 12.30 Uhr in Holzendorf, der geflüchtet ist und erst bei einer groß angelegten Suchaktion am Nachmittag aufgespürt wurde (wir berichteten), hatte keine Fahrerlaubnis. Das ergaben die folgenden Ermittlungen, erklärte Polizeihauptkommissar Martin Hogh gestern auf SVZ-Nachfrage.

Bei einem Atemalkoholtest im Sternberger Polizeirevier seien 0,0 Promille gemessen worden. Ob der Fahrer unter Einfluss von Betäubungs- oder Rauschmitteln stand, könne erst nach dem Ergebnis der Blutprobe, das noch aussteht, gesagt werden. Er sei nach dem Unfall weggelaufen, weil er keine Fahrerlaubnis besitze und einer Strafe entgehen wollte, habe der Mann im Polizeirevier ausgesagt.

Es handelt sich um einen 52-Jährigen aus dem Raum Schwerin. Der zwei Tage zuvor von einer Firma aus Sassnitz, die in der Landeshauptstadt eine Zweigstelle betreibt, gemietete Pkw Mercedes war nach Angaben der Polizei nicht gestohlen. Das lässt den Schluss zu, dass der Unfallfahrer vermutlich ein Mitarbeiter dieser Firma ist, der Zugang zu den Autoschlüsseln hatte. Gegen ihn wurde Strafanzeige wegen Unfallflucht und Fahrens ohne Erlaubnis gestellt.

Der weiße Mercedes war auf der B 192 in Richtung Dabel unterwegs. Der Fahrer schnitt die lang gezogene Kurve vor Holzendorf und streifte ein entgegen kommendes Tankfahrzeug, das Gülle geladen hatte. Er ließ den auf der linken Seite stark beschädigten Pkw an der Bundesstraße im Dorf stehen und suchte das Weite. Im Polizeirevier Sternberg ging ein automatischer Notruf aus dem Mercedes ein. Weil der Fahrer, der sich über eine Stunde in dem unübersichtlichen Gelände versteckt hatte, nicht aufgespürt werden konnte, wurden ein Fährtenhund und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt. Nach einer Verfolgung über das Gelände des ehemaligen Kreisbetriebs für Landtechnik und sämtliche Grundstücke wurde er gestellt. Es wurden Blut entnommen und die notwendigen Daten erfasst. Dann konnte der Mann das Polizeirevier verlassen. Das Fahrzeug wird kriminaltechnisch untersucht

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