Kuhlen : Gefahr durch Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau, hier in Kuhlen, ist gefährlich. Jeglicher Kontakt sollte vermieden werden.
Der Riesen-Bärenklau, hier in Kuhlen, ist gefährlich. Jeglicher Kontakt sollte vermieden werden.

Die giftigen Pflanzen wachsen jetzt auch schon im Dorf Kuhlen.

von
02. Juli 2014, 17:26 Uhr

Auf dicken Stängeln, mit imposanten Laubblättern und beachtlicher weißer Blüte kommt der   Riesen-Bärenklau daher. In den vergangenen Jahren hat sich die   Pflanze, die drei bis vier Meter hoch wachsen kann, schon an der B 104  im Bereich Kuhlen  einen dauerhaften Platz verschafft. Inzwischen wächst sie   entlang der Straße  und  im Dorf auf gemeindlichen und privaten Flächen.  Und auch, wenn  der ursprünglich als Zierpflanze aus dem Kaukasus nach Europa eingeführte Riesen-Bärenkau schön anzuschauen ist,   er  ist gefährlich. Ein einfacher Kontakt mit den Blättern  reicht,  dass  die Haut Rötungen, Entzündungen oder sogar Blasen zeigen kann. Selbst großflächigen Verbrennungen ersten und zweiten Grades sind bekannt.  Was übrigens auch Tage später, dann, wenn  die Haut mit Sonnenlicht in Kontakt gekommen ist, auftreten kann.

Bürgermeister Ralf Toparkus weiß um die Brisanz der Pflanzen. „Es hilft nur, die Flächen kurz zu mähen. Wo jetzt große Pflanzen stehen,  ist das  zu gefährlich, da müsste wohl in Vollschutz gearbeitet werden“, sagt er. Die Gemeinde habe sich mit der Problematik auch  an die Naturparkverwaltung gewandt, sagt Toparkus.  Einen Lösungsvorschlag hätte es  nicht gegeben. Von Seiten der Gemeinde könne man nun nur appellieren, sich  von dem  Riesen-Bärenklau fern zu halten.

Das empfiehlt auch das Sternberger Ordnungsamt, das diesbezüglich von der Naturparkverwaltung informiert wurde, sagt Christine Bouvier.   Nach einer Bestandsaufnahme durch das Amt – außer in Kuhlen wurde Riesen-Bärenklau auch auf einer privaten Fläche an der Dorfstraße zwischen Thurow und Zahrensdorf festgestellt –, werden die Eigentümer jetzt von Amts wegen angeschrieben und auf eine mögliche Gefährdung aufmerksam gemacht.  Nach Rückfrage auch beim Landkreis Ludwigslust-Parchim muss Bouvier allerdings sagen, dass  „für die Beseitigung des giftigen Bärenklaus jeder Grundstücksbesitzer selbst verantwortlich ist.   Kommunen sollten, wenn öffentliche Flächen betroffen sind,  mit dem Umweltamt zusammenarbeiten.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen