Geduld an Baustellenampel: Asphaltierung gestern fertig

Das letzte Stück kurz vor Witzin bekommt eine neue Deckschicht. Der  von einer Baustellenampel geregelte  Verkehr rollt auf der anderen Fahrbahnhälfte, die schon fertig ist. Gestern wurde die Asphaltierung auf der B 104 zwischen  Witzin und dem Abzweig Mustin abgeschlossen. Foto: Rüdiger Rump
Das letzte Stück kurz vor Witzin bekommt eine neue Deckschicht. Der von einer Baustellenampel geregelte Verkehr rollt auf der anderen Fahrbahnhälfte, die schon fertig ist. Gestern wurde die Asphaltierung auf der B 104 zwischen Witzin und dem Abzweig Mustin abgeschlossen. Foto: Rüdiger Rump

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27. Mai 2013, 07:23 Uhr

Witzin | Kraftfahrer auf der Bundesstraße 104, die von Sternberg in Richtung Güs trow unterwegs waren, bekamen es gestern gleich im Doppelpack mit Baustellenampeln zu tun. Vor dem Abzweig nach Pastin liefen Baumarbeiten, die eine halbseitige Sperrung erforderten. Hinter Witzin wurde wie angekündigt die Fahrbahn erneuert. Ärgerlich: Die Ampel blieb - gefühlt - noch ewig auf Rot, nachdem das letzte Fahrzeug aus der Gegenrichtung durch war, deutlich länger als die übliche Sicherheitsphase. Hier war richtig Geduld gefragt. Die gute Nachricht: Die Asphaltierung auf der B 104 wurde gestern abgeschlossen. Damit gingen die Planungen des Schweriner Straßenbauamtes noch voll auf, nachdem der Dauerregen am Mittwoch nur Fräsarbeiten zugelassen hatte. Nächste Woche wird noch an den Banketten gearbeitet, so dass es stellenweise zu Behinderungen kommen kann, aber längst nicht in dem Ausmaß wie beim Asphaltieren.

Die beiden Fahrbahnhälften wurden auf der gesamten Länge von 1,6 Kilometern zwischen Witzin und dem Abzweig Mustin jeweils in einem Zuge gemacht. Am längsten wurde die Fahrzeugschlange vor der Baustellenampel, als am Mittwoch die Fräse umgesetzt wurde, die auch bei Regen arbeiten konnte. Ansonsten hielten sich die Behinderungen für den Verkehr in Grenzen, wurde von den Verantwortlichen eingeschätzt. Unnötige Wartezeiten wie erwähnt ließen sich bei einer solchen Länge der Baustelle mit Ampeln vermeiden, die keine fest eingestellten Grün- und Rotphasen, sondern nach dem Verkehrsaufkommen umschalten. Die Erneuerung der vier Zentimeter dicken Fahrbahndecke machte sich notwendig, weil diese im Verlauf der Zeit stark gelitten hatte. Sie war das letzte Mal vor weit über zehn Jahren erneuert worden und hat auf der auch von schweren Lkw stark befahrenen Straße gut gehalten, wird im Straßenbauamt eingeschätzt. Doch inzwischen sei der Asphalt großflächig offenporig geworden. Zudem habe sich die Mittelnaht geöffnet, erkennbar an zahlreichen Löchern im Bereich der Markierung. Hier war bei Temperaturschwankungen immer wieder Wasser hineingelaufen und hatte dem Belag von innen zugesetzt.

Denn die langjährige Belastung durch den starken Straßenverkehr sei zwar die entscheidende Ursache für den Verschleiß gewesen, die letzten Winter hätten allerdings noch einen immensen Teil dazu beigetragen. Durch gängiger Frost sei weniger schlimm, aber der häufige Wechsel zwischen Plus- und Minusgraden, den es vor allem im langen Winter dieses Jahres gab, schade umso mehr. Das Wasser laufe in jede Vertiefung, gefriere dort und setze praktisch wie mit Sprengkraft dem Asphalt zu und vergrößere die Löcher. Erneuert werden musste auf dem jetzigen Abschnitt nur die Deckschicht, die so genannte Binderschicht sei in Ordnung gewesen. Das sei für die Fachleute vorher erkennbar gewesen. Nur bei zwei Teilflächen habe sich eine genauere Untersuchung notwendig gemacht; dabei stellte sich heraus, dass dort auch kein Handlungsbedarf bestehe. Das bedeutete Zeitgewinn für die Baumaßnahme insgesamt.

Als vor Jahresfrist auf der etwa einen Kilometer langen Witziner Ortsdurchfahrt der Belag ausgewechselt wurde, mussten Deck- und Binderschicht auf voller Länge abgefräst und neu aufgebracht werden.

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