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Bikergruppe "Desparados" : Geburtstagstorte und feuchte Augen

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Die "Desparados", eine freie Bikergruppe, hat am Wochenende am Western-Saloon in Kukuk mit zahlreichen Gleichgesinnten ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. 17 Motorradfreaks aus ganz Deutschland gehören dazu.

svz.de von
erstellt am 30.Apr.2012 | 12:27 Uhr

Kukuk | Gleich nach der Wende hat sich Wilhelm Schrödter als Malermeister selbstständig gemacht. Jetzt ist er Rentner, hat’s Gewerbe aber nicht abgemeldet, sagt er, um noch kleinere Aufträge anzunehmen. Wenn der 64-Jährige aus Dabel seine schwarze Motorradkluft trägt, heißt er allerdings nur Wilhelm. Unter Bikern sei es üblich, sich mit Vornamen anzusprechen. Bei ihm auf der Weste steht unter Wilhelm noch Presi. Das bedeutet, dass er Chef ist - bei den "Desparados", einer freien Bikergruppe, die am Wochenende am Western-Saloon in Kukuk mit zahlreichen Gleichgesinnten ihr zehnjähriges Bestehen feierte.

17 Motorradfreaks gehören dazu. Knapp die Hälfte komme aus dem Raum Dabel/Witzin, dann jemand aus Güstrow, andere sind in der Nähe von Leipzig zu Hause und selbst ganz im Süden Deutschlands hinter Ulm. Sie hätten gestandene Berufe, erzählt Wilhelm, wie Schmiede- oder Tischlermeister, Fensterbauer, andere arbeiteten auf dem Bau und würden viel ausliegen. Das Hobby sei nicht gerade billig, das Geld dafür wolle verdient sein.

Entstanden sei die Bikergruppe aus einer Bierlaune heraus bei einem Treffen in Biesenthal nahe Berlin. "Zu dritt haben wir angefangen, dann kamen immer mehr dazu, auch Frauen", sagt der Presi. Seine Hannelore fahre auch selbst, die ältere Tochter und ihr Mann ebenso. Größer solle die Truppe jetzt nicht werden. Ihr Name stamme übrigens von einem Mixgetränk, das zu der Zeit auf den Markt gekommen sei. "Wir wollen Moped fahren und unseren Spaß haben." Gewalt habe dabei nichts zu suchen.

Zur Geburtstagsparty, zu der es auch eine große Torte gab, kamen schon am Vorabend rund 100 Biker, und am Sonnabend rollten ständig weitere an. "Die meisten hast du lange nicht gesehen und bekommst dann feuchte Augen", sagt Wilhelm freimütig. Das werde bei der Verabschiedung nicht anders sein - bei sonst so starken Männern.

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