Brüel : Geburtstagsfeier im vollen Saal

Der Saal in der Brüeler Stadthalle war am Sonntagnachmittag mit rund 230 Besuchern voll besetzt.
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Der Saal in der Brüeler Stadthalle war am Sonntagnachmittag mit rund 230 Besuchern voll besetzt.

Rund 230 Besucher, Gratulanten und musikalische Gäste feierten mit der Brüeler Blasmusik ihr 30-jähriges Bestehen.

svz.de von
31. März 2014, 17:41 Uhr

Draußen schönster Sonnenschein und dazu passend im voll besetzten Saal Frühling und Liebe. Unter diesem Motto feierte die Brüeler Blasmusik am Sonntagnachmittag in der Stadthalle 30-jähriges Bestehen mit Zuhörern, Gratulanten und musikalischen Gästen. Die 200 Stühle reichten nicht aus, weitere wurden hineingeholt. „Rund 230 werden es jetzt wohl sein“, überschlug Mario Bondzio, der die Brüeler Stadthalle Ende 2011 übernommen hat.

Andree Zimmermann, der musikalische Leiter, weiß von zwei Familien aus Rostock und Neustadt-Glewe, die sich kaum einen Auftritt der Blasmusiker entgehen lassen. Die aus der Eldestadt erkunde die Termine im Internet, die aus Rostock werde von der Tochter auf dem Laufenden gehalten. Erna Heinrich ist in Brüel aufgewachsen, wohnt aber schon Jahre in der Hansestadt. Blasmusik sei ihre Welt, sagt die 75-Jährige. Und dann noch das: Sie, Lebensgefährte Franz Kutas (79) und Tochter Angelika Haack müssen erst nach Plätzen suchen. Andree Zimmermann findet eine Lücke an einem Tisch und stellt Stühle hinzu. „Hier bei den Barniner Musikanten, das passt doch.“

Über diese große Resonanz freut sich auch Manuela Berg. Sie gehört mit 40 Jahren zu den Jüngeren bei der Brüeler Blasmusik. „Ja, es ist schade, dass sich kaum Nachwuchs findet.“ Sie stammt aus Schwerin und kam mit 15 nach Brüel. In der Schulzeit habe sie acht Jahre Trompete gespielt und nach langer Pause vor vier Jahren wieder angefangen, jetzt auf dem Flügelhorn, das so ähnlich sei. „Diese schöne Kulisse macht richtig Spaß. Am Roten See, wo wir oft sind, ist aber auch immer was los.“

Bei der Brüeler Blasmusik geht es im wahrsten Sinne des Wortes familiär zu. Zimmermanns Tochter Anica bläst seit fast 20 Jahren Flügelhorn, Jörg Ehmkes Frau Andrea Klarinette (SVZ berichtete). Frank Schreiber und Beate Duhr, die gerade im Duett singen, sind Geschwister, fügt Schreibers Ehefrau Bärbel an. Sie bringt die Tombolalose unter die Leute. Der Erlös komme der Blaskapelle zugute, der erste Preis sei ein Auftritt der Musiker bei einer privaten Feier.

Gratulanten zum Jubiläum sind unter anderem die Bürgermeister aus Brüel, Sternberg, Blankenberg und Langen Jarchow, die Mandolinengruppe Zahrensdorf-Brüel, die Singegruppe „Die lustigen Brüeler“ und „Die Dachkammerband“. Letztere wartet gleich mit mehreren Premieren auf: „Wir treten das erste Mal gemeinsam mit der Brüeler Blasmusik auf, und dann erstmals mit einer Sängerin“, erzählt H. Ulrich „Ulli“ Meyer, der Leiter der Band. Die probt seit fünf Wochen mit Kerstin Koberstein aus Brüel. Deren Aufregung bei ihrem ersten Auftritt, „und dann vor so voller Hütte“, kann jeder im Saal nachfühlen.

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