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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

14. Dezember 2017 | 22:07 Uhr

Dabel : Garagenkomplex brennt - ein Toter

vom

In den Schuppen sollen bis zu zwei Personen ohne festen Wohnsitz gelebt haben

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 08:22 Uhr

Grausiger Fund am Freitag in einem Dabeler Garagenkomplex: Feuerwehrleute finden einen bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Mann in einem Garagenkomplex. Erschütternd: Der Tote ist möglicherweise schon seit fünf Jahren obdachlos, soll mit einem Bekannten mehrere Garagen als Unterkunft hergerichtet haben. Noch sind Identität und Brandursache nicht geklärt, Verbrechen oder technischer Defekt, nichts wird ausgeschlossen.

Das Feuer war gegen 5.30 Uhr ausgebrochen. Einsatzleiter Christian Elm von der Freiwilligen Feuerwehr Dabel rechnete damit, dass sich Menschen in dem Garagenkomplex aufhalten könnten. Die Feuerwehrleute waren sehr schnell an der Einsatzstelle. Noch während der Löscharbeiten wurden mit dem Trennschleifer die Schlösser an den Toren zerschnitten, damit die Retter an den Brandherd gelangen konnten. Auch die Sternberger Drehleiter wurde zum Einsatz gebracht, so konnte die Brandbekämpfung von mehreren Seiten aus erfolgen. Starke Rauchentwicklung sorgte dafür, dass die Kameraden unter Atemschutz agieren mussten.

Als das Feuer gelöscht war und die Kameraden die Brandstelle nach weiteren Glutnestern absuchten, wurde aus dem Anfangsverdacht dann traurige Gewissheit: In den Brandresten wurde die bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Person entdeckt. Zur möglichen Brandursache und zu der Person, die eventuell der Pächter der Garagen sein könnte, konnten bislang noch keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und hat auch einen Brandursachenermittler sowie die Rechtsmedizin hinzugezogen.

Vor Ort erfuhr unsere Redaktion, dass bereits seit 2012 in diesem Komplex zeitweise bis zu zwei Personen ohne festen Wohnsitz gelebt hätten. Geheizt wurde aus kleinen Öfen, einen Stromanschluss gab es ebenfalls in den ehemaligen Garagen. „Wir haben uns seit längerem darum bemüht, diese Personen aus diesen Gebäuden zu bekommen, doch das ist uns aus den unterschiedlichsten Gründen bislang nicht gelungen“, sagte Bürgermeister Herbert Rohde, der sich am Freitagmorgen persönlich an der Brandstelle umsah.

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