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Mitmach-Programm im Freilichtmuseum Groß Raden : Gästeansturm trotz Sommerhitze

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Cornelius stammt aus der Nähe von Eisenach und macht mit Mutter und Bruder Urlaub in der Region. Dabei darf ein Besuch im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden nicht fehlen. Das dachte zumindest die Mutti.

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erstellt am 06.Aug.2013 | 10:57 Uhr

Groß Raden | "Am Anfang hatte ich gar keine Lust auf ein Museum. Aber als ich dann gesehen habe, was man hier alles machen kann, war ich begeistert", erzählt Cornelius Richter. Der 15-Jährige stammt aus der Nähe von Eisenach und macht mit Mutter und Bruder Urlaub in der Region. Dabei darf ein Besuch im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden nicht fehlen. Das dachte zumindest die Mutti. Ihre Jungs musste sie allerdings erst davon überzeugen, dass man in Groß Raden keine verstaubten Gegenstände anguckt, sondern selbst aktiv werden und einen Tag lang ins Mittelalter eintauchen kann.

"Ich fand es schon total cool, als ich am Eingang die Mauern und den Wall gesehen habe", zeigt sich auch der 13-jährige Martin begeistert, während er mit Bruder Cornelius einen Löffel schnitzt. Das ist eines der Aktivangebote, die man im Museumsdorf machen kann. "Wir haben noch bis Ende August ein täglich wechselndes Ferienprogramm", erzählt Museumsleiterin Heike Pilz. Je nach Wetterlage wird jeden Tag neu entschieden, welche Angebote es in der Zeit von 12 bis 17 Uhr gibt.

Neben Schnitzen haben Besucher so auch die Möglichkeit, sich einmal in der Leder- oder Specksteinverarbeitung auszuprobieren, zu töpfern, zu weben oder einen Korb zu flechten. "Und auch das Einbaumfahren ist in diesem Sommer bei unseren Gästen sehr gut angekommen", berichtet Heike Pilz. Das ist auch der Grund, warum Familie Wendland aus der Nähe von Cambs nach Groß Raden gekommen ist. Nach einer Stärkung mit Stockbrot am Lagerfeuer wollen die Töchter Charlotte (4) und Emily (9) sofort losfahren.

Trotz der hohen Temperaturen in den letzten Wochen war das Museumsdorf während der Sommerferien gut besucht. "Wir sind sehr zufrieden mit den Gästezahlen, egal welches Wetter wir hatten, es gab immer viel Andrang", resümiert die Museumsleiterin. Auch wenn sie noch keine genauen Zahlen vorlegen hat, geht sie davon aus, dass sich die Anzahl der Besucher im Vergleich zum Vorsommer erhöht hat. Dabei waren in Groß Raden nicht nur Gäste aus der Region anzutreffen. "Wir haben hier Urlauber aus ganz Deutschland", so Pilz. Und auch internationalen Besuch, wie baus Holland, der Schweiz, England und anderen europäischen Ländern. Sogar eine Familie aus Argentinien und eine aus dem Iran waren in diesem Sommer ins Museum gekommen. Ganz besondere Gäste haben in den letzten Wochen im Freilichtmuseum campiert. "Wir hatten eine Wikingerfamilie, die hier auf dem Gelände fast wie im 9. Jahrhundert gelebt hat", erzählt die Museumsleiterin. Dazu gehören auch Petra und Gerhard Schmidt aus Gummersbach bei Köln. "Es gefällt uns, dass wir einmal mit der Natur und ohne Strom und fließend Wasser leben können", meint Petra Schmidt. Deshalb würden sie, gemeinsam mit anderen, in ihrer Freizeit in die Rolle von Wikingern schlüpfen.

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