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Dabeler Schüler vermitteln Heimatgefühl : Gänsehaut bei Mecklenburg-Song

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Beim Sommerfest der Grundschule auf dem Sportplatz wurden die vielfältigen Angebote von Jung und Alt gern genutzt.

Kein einziger Platz war auf dem Rasen des Sportplatzes der Dabeler Grundschule frei. Besonders besonnene Eltern waren frühzeitig gekommen und genossen ihre Sitzgelegenheit im Schatten. An die Mauer des Schulgebäudes gelehnt, hatten sich die Foto- und Filmeltern mit startbereiten Kameras postiert. Den anderen brannte die Sonne auf die hellen Sommerblusen.

Die gegenüber liegende gummierte Laufbahn der Sportanlage bot als improvisierte Bühne viel Platz für die aufgeregt vorbereiteten Darbietungen. Die Schüler zeigten, was sie im letzten Schuljahr gelernt hatten – die Eltern lauschten gespannt und hingerissen. Neben Sketchen und Stimmungsliedern hatten die Kinder der Arbeitsgemeinschaft Plattdeutsch ihren großen Auftritt. Die Dablerin Helga Böhnke hat die Aufgabe übernommen, den Kindern die alte Heimatsprache beizubringen. Jede Woche kommt sie in die Grundschule und spricht mit den Kindern die Sprache der Großeltern, um gegen das Verschwinden des Mecklenburger Platts anzugehen, wofür sich Schulleiterin Annett Damme noch einmal ausdrücklich bedankte. Papa Sven Meitner war beeindruckt und vor allem stolz: „Mein kleiner Jonas ist super. Ich höre das zum ersten Mal. Zuhause führt er ja nichts vor“, meinte er mit einem Schmunzeln.

Kollektive Gänsehaut überschauerte das inzwischen gut gegarte Publikum beim gemeinsamen Mecklenburg-Song, zu dem die Kinder
enthusiastisch die vorbereiteten kleinen Heimatfahnen schwenkten. Ab dem zweiten Refrain erklang die Lobeshymne auf unser Bundesland aus vielen Kehlen.

Die Mischung aus Heimatverbundenheit, Musik und Sportaktionen zog sich auch nach dem offiziellen Programm durch das Sommerfest. Bratwurst und Schwein vom Grill mundeten nach dem langen Donnerstag, und die Kinder konnten sich mit vielen Spiel- wie Sportgeräten so richtig austoben. Die Freiwillige Feuerwehr Hohen Pritz hatte ihren Kletterturm zur Verfügung gestellt. Jan Kessel und René Pfalzgraf wurden an diesem Nachmittag Weltmeister im Kinder
an- und abschnallen. Sandra Gädt, Leiterin der Kita Kunterbunt, hätte einen Preis fürs Kinderschminken verdient. Die Warteschlange neben der Tombola der Kita riss den ganzen Nachmittag nicht ab. Mama Karina Preller ist das erste Mal dabei: „Ich finde es überwältigend, wie viel angeboten wird und wie sich alle engagieren“, sagt sie und ließ mit einer ausladenden Geste ihren Arm über den ganzen Platz schweifen. Umso schöner, dass das Wetter mitspielt und die Besucher die vielen Angebote ausgiebig nutzen können.

„Das Sommerfest bietet wieder einmal eine gute Gelegenheit, sich zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, findet Bürgermeister Herbert Rohde. Solche Erlebnisse seien wichtig für die Gemeinschaft. Das haben auch die Jungen verstanden. Luisa Jentz und Mieken Storch gehen mittlerweile in Sternberg zur Schule. Sie streifen über den Spielplatz und freuen sich, Freunde wiederzusehen. „Ich finde es toll, meine Lehrer und Horterzieher zu treffen“, sagt Mieken. Luisa stellt entzückt fest: „Heute ist fast ganz Dabel hier.“

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