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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

26. September 2017 | 20:24 Uhr

Sternberg : Fünf Jahre Ausdauer und Spaß

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Sportgruppe ü60 in Sternberg hat mit fünf Jahren ihr erstes rundes Jubiläum. Nach einem kurzen Durchhänger in der Teilnehmerzahl ist die Halle jetzt voll.

von
erstellt am 08.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Mit dem Foto muss es schnell gehen, Rolf Karl drängelt schon, die Männer sollen sich warm laufen. Verbissen geht es bei ihnen
eigentlich nicht zu, aber die eine Stunde am Mittwochnachmittag in der Sporthalle am Finkenkamp will gut genutzt sein.

Die Sportgruppe ü60 der Männer in Sternberg hat ihr erstes rundes Jubiläum, sie besteht fünf Jahre. Peter Jahnke, vor dem Ruhestand Chef bei Metallbau, der ehemalige Zahnarzt Dr. Frank Schubert und Rolf Karl, bis 2006 vier Jahrzehnte Sportlehrer und ein paar Jahre länger Übungsleiter in Geräteturnen und Leichtathletik, haben sie ins Leben gerufen, um sich durch regelmäßigen Sport auch im reiferen, um nicht zu sagen, fortgeschrittenen Alter fit zu halten und dabei Spaß zu
haben. Es sollte um Bewegung gehen ohne jeden Leistungsdruck und Mitgliedschaft in einem Verein. „Wir müssen uns nicht zu ernst nehmen und keinem was beweisen“, sagt Jahnke und fügt lachend hinzu: „Deshalb machen wir das unter Ausschluss der Öffentlichkeit.“


Jeder nach seinen Möglichkeiten


Rolf Karl übernahm die Aufgabe als Übungsleiter. Seine Devise: „Wir machen nichts leistungsorientiert, sondern alles freudbetont und jeder nach seinen Möglichkeiten.“ Drei Ziele stünden vornan – Lebensfreude empfinden, Fitness erhalten und verbessern sowie Ausdauer und Kraft stärken. Und das alles mit großem Gemeinschaftssinn.

Am 18. Januar 2012 war die erste Übungsstunde. Peter Jahnke hat alles akribisch festgehalten. Von den seinerzeit 18 Teilnehmern seien sechs – Günther Gottschall, Dieter Täufer, Ulrich Reichel, Siegfried Franke, Dieter Sluschny und er – bis heute dabei und natürlich ihr Übungsleiter. In den fünf Jahren habe 221 Mal eine Übungsstunde in der Halle stattgefunden. Stand die ausnahmsweise nicht zur Verfügung, wichen die Männer auf andere Aktivitäten aus, machten eine Radtour oder paddelten auf Mildenitz und Warnow. „Ausgefallen ist unser Sportnachmittag noch nicht“, so Jahnke.

Im Herbst des Gründungsjahres gab es einen Hänger. Die Sportgruppe schrumpfte bis auf einen harten Kern von acht Männern, teils aus gesundheitlichen Gründen, weil altersbedingte Wehwehchen doch schlimmer waren als gedacht, bei anderen siegte der „innere Schweinehund“. Auch der Wechsel aus organisatorischen Gründen von Mittwoch auf Donnerstag habe vielleicht ein wenig zu dem Rückgang beigetragen.

Längst ist wieder der Mittwoch gebongt, die Zahl der Aktiven bei 25 angelangt und damit an der Obergrenze, wie die Gruppe meint. Alle zusammen kommen übrigens auf ein Lebensalter von 1641 Jahren, hat Jahnke errechnet, und liegen damit im Durchschnitt über 65. Von Jahrgang 1953 bis 1932 reicht die Spanne. Der Großteil kommt aus Sternberg, aber auch Dabel, Brüel, Witzin, Golchen, Schlowe und Demen sind vertreten.

Zwischen 15 und 20 stehen jedes Mal in Sportsachen auf dem Parkett, überschlägt Jahnke. Vom Gründungssextett der Sportgruppe hat es Günther Gottschall auf die meisten Teilnahmen gebracht: 209. Er vertritt auch Rolf Karl, wenn dieser verhindert ist. „Darüber sind wir froh“, sagt Peter Jahnke anerkennend.

Jeder wolle so lange es geht weitermachen, für die Gesundheit und den Spaß. „Allen ist aber bewusst, dass wir glücklich sein können, uns noch so sportlich betätigen zu können“, wird Jahnke ernster. Anderen gehe es schlechter, auch viel jüngeren Menschen. Deshalb habe die Gruppe Geld gesammelt und 200 Euro an die Kinder-Uniklinik in Rostock überwiesen.

Damit die Übungsstunde nicht ausfällt, haben die ü60 ihr kleines Jubiläum an einem anderen Abend im Sportlerheim gefeiert. „Es war schön, dass auch Horst Grimm, mit Jahrgang 1932 unser Ältester, der im vorigen Jahr ausgesetzt hat, und Hans Hassel, einer der Gründer, der am Sport nicht mehr teilnehmen kann, mit dabei waren“, sagt Jahnke. Und wie üblich nach einem weiteren Jahr gab es eine Urkunde mit der Anzahl der Teilnahmen, diesmal zum besonderen Anlass sogar mit grüner Schleife.

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