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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. September 2017 | 19:05 Uhr

Warin : Frischzellenkur für ,Uns Anglerhus‘

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Alte Forster-Heizung aus den 70ern wird nicht mehr genehmigt. Fassade weist diverse Putzschäden auf, Zuschuss von der Gemeinde.

von
erstellt am 14.Feb.2017 | 21:00 Uhr

„Uns Anglerhus“ in Witzin, wie es an der Eingangstür in altdeutscher Sprache steht, hat Jahrzehnte auf dem Buckel. Der Vorderteil beherbergte in den 50ern einst die MTS (Maschinen- und Traktoren-Station), später war es einige Zeit der Werkraum der Witziner Schule. Seit 1977 kam ein Anbau hinzu – und fertig war ein Jahr darauf das Anglerheim.

Dieses erlebte seitdem manche Feierlichkeiten – und das nicht nur vereinsintern –, ist mit einer komplett eingerichtete Küche (Kombüse steht an der Tür) sowie einem Bar-Tresen ausgestattet. Wärmespender ist seit nunmehr fast 40 Jahren die gute, alte Forster-Heizung. „Die funktioniert auch noch weiter, erfüllt aber die heutigen Umweltanforderungen nicht mehr. Das ist eine Auflage vom Bezirksschornsteinfegermeister. Da wir die Heizung nur sporadisch nutzen, könnten wir das Gebäude damit vielleicht noch ein Jahr versorgen. Aber das ist keine Lösung“, so Werner Kröplin beim Vor-Ort-Termin.

Seit 2000 ist er der Vorsitzende des Witziner Angelvereins mit seinen aktuell „um die 80 Mitgliedern aus dem gesamten norddeutschen Raum, der überwiegende Teil aber natürlich aus dem Umfeld“. Kröplin hatte den Posten von Gert Margenfeld übernommen, dem Initiator des Anglerheimbaus Ende der 70er.

Doch nun braucht das Anglerhus unbedingt eine Frischzellenkur. Die Umrüstung der Heizung ist da nur ein Punkt, schlägt aber gleich mit 8000 Euro zu Buche. Zudem muss die Fassade unbedingt erneuert werden, die Putzschäden sind unübersehbar. „Den Anstrich übernehmen wir Angler selbst“, versicherte Werner Kröplin kürzlich auf der Sitzung des Finanz- und Bauausschusses. Das Arbeitsvolumen und die finanziellen Kosten übersteigen aber „die Möglichkeiten unseres Vereins“. So muss der Putz teilweise als Sondermüll entsorgt werden, denn im einstigen, fast 100 Jahre alten MTS-Teil ist laut Kröplin „auch Salpeter drin“.  

Ausführlich in der Tageszeitung und per ePaper.

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