Loiz : Freundschafts-Bäume tragen Früchte

Liselott Hohlsiepe an  „ihrem“ Pampelmusenbaum. Sie  war  auch Teilnehmerin im Hebräisch-Kurs  2012 in Loiz.
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Liselott Hohlsiepe an „ihrem“ Pampelmusenbaum. Sie war auch Teilnehmerin im Hebräisch-Kurs 2012 in Loiz.

Mecklenburger Christen verbanden Urlaubsreise nach Israel mit Besuch des aus Spenden finanzierten Obsthains.

svz.de von
03. Januar 2014, 16:13 Uhr

„Unsere Spenden sind angekommen!“, davon konnte sich eine 30-köpfige Reisegruppe vor Ort überzeugen. Das Christliche Gästehaus in Loiz hatte zum dritten Mal in seiner Geschichte eine Israelreise organisiert, zu der aus Sternberg und anderen Orten Mecklenburgs wie aus dem ganzen Bundesgebiet Reisende Sozialeinrichtungen in Israel besuchten und kennen lernten. Rechtzeitig vor dem Schneeeinbruch im Nahen Osten kam die Gruppe nun zurück und hat voller Freude vom
angewachsenen Obsthain in dem Behindertendorf „Kfar Tikva“ berichtet, das auch von vielen Menschen aus
unserer Region durch Spenden und Kollekten im Januar des vergangenen Jahres mitfinanziert wurde.

Wie SVZ berichtete, hatten Mecklenburger Christen im Behindertendorf „Kfar Tikva“ 24 Obstbäume gepflanzt. Den Hain können jetzt die behinderten Menschen zusammen mit ihren Betreuern zur Therapie pflegen.

Es seien Bäume für die Hoffnung für ein Dorf der Hoffnung, hatte Uwe Seppman vom Christlichen Gästehaus Beth-Emmaus in Loiz in einem früheren Gespräch mit SVZ erklärt. Denn der Name des Ortes Kfar Tikva heiße übersetzt „Dorf der Hoffnung.“ Seppmann ist seit vielen Jahren mit diesem Dorf verbunden. Hier hatte er in den 1970er-Jahren ein anderthalbjähriges sozialpädagogisches Praktikum absolviert und dabei auch Begegnungen mit Menschen, die durch medizinische
Experimente der Nazis zu Behinderten wurden. Seitdem ist der Kontakt nicht mehr abgerissen.

Auf ihrer Israelreise konnten die Frauen und Männer jetzt nicht nur das Anwachsen der Bäumchen feiern, sondern ebenso, dass diese schon reichlich Früchte trugen. Manch einer der mitgereisten Spender stellte sich da natürlich stolz an „seinen“ Baum und wird nun die seinerzeit überreichte Pflanzurkunde mit einem persönlichen Bild ergänzen.

Es sei etwas Besonderes, Urlaub mit Sozialengagement zu verbinden, so die vielstimmige Resonanz der Teilnehmer nach der Rückkehr in Deutschland.

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