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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Dezember 2017 | 21:30 Uhr

Dabel : Freude der Zuhörer schwappt über

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Mit einem Auftritt in einem Güstrower Pflegeheim beendet die Dabeler Kantorei heute ihr anspruchsvolles Weihnachtsprogramm

von
erstellt am 07.Jan.2017 | 12:08 Uhr

Handglockenchor und Tonstabgruppe der Dabeler Kirchengemeinde sind heute um 15 Uhr im Diakonie-Pflegeheim „Am Rosengarten“ in Güstrow zu Gast. „Wir spielen auch in anderen Pflegeheimen, u.a. in Schwerin und Crivitz. Wir haben Anfragen bis 2019“, sagt Kirchenmusikerin Ingrid Kuhlmann. Die Auftritte in den Heimen habe seinerzeit wahrscheinlich Pastor Hansherbert Lange angestoßen, weil sich die Zuhörer über die Musik sehr freuten und es in den Häusern warm sei.

Mit dem heutigen Auftritt in Güstrow in einer musikalischen Vesper (eine Musik zwischen Mittag und Abend) zu Epiphanias beenden die Musikgruppen der Dabeler Kantorei zugleich ihr Weihnachtsprogramm. Auftakt ist immer am Sonnabend vor dem 1. Advent. Dann spielt die Flötengruppe auf dem Adventsmarkt in Tempzin. Die gesamte musikalische Vielfalt, die die Kantorei unter Leitung von Ingrid Kuhlmann bietet - Flöten, Tonstäbe, Handglocken, Gitarren, Kirchenchor, Seniorenchor und Borkower Jubiläumschor - sind bei Lütt Wihnacht zu erleben, traditionell am 2. Advent. Jubiläums- und Kirchenchor waren auch in Borkow zu hören, Senioren- und Jubiläumschor auf etlichen Weihnachtsfeiern, die Handglockenspieler erfreuten u.a. die Besucher einer musikalischen Vesper in Sternberg. Und an allen Adventssonnabenden erklang vom Dabeler Kirchturm wieder Posaunenmusik.

„Wir versuchen, dass wir zu unseren Auftrittsorten nicht mehr als eine Stunde Fahrzeit haben. Sonst ist der Aufwand zu groß“, sagt die 64-Jährige.

Im Durchschnitt sind 15 Leute unterwegs, in eigenen Fahrzeugen. Im Kleinbus der Kirchengemeinde werden die Instrumente und das Gepäck der Spieler transportiert. Als Entschädigung für die Fahrtkosten dient in der Regel die Kollekte.

Zählt die Kirchenmusikerin alle sieben Gruppen zusammen, kommt sie auf rund 85 Mitglieder, die sie anleitet. ,Jede Gruppe hat ihren festen Probetermin. Es ist alles relativ einfach, weil da eine Regelmäßigkeit drin ist. Jeder weiß, wann Probe ist. Und wenn erst das Programm steht, läuft es“, antwortet sie auf die Frage, wie das alles zu schaffen sei. „Hauptarbeit für mich ist, herauszusuchen, welche Stücke aufgeführt werden“. Jetzt stellt Ingrid Kuhlmann schon wieder die Sommerprogramme für die einzelnen Gruppen zusammen, stimmt Termine für Auftritte und musikalische Vespern mit geistlichem Inhalt ab und geht in die Proben, die ab Juni mit Blick auf das Sommerprogramm intensiviert werden.

„Ich freue mich auf die Auftritte. Da merke ich auch, dass es für die Chöre etwas Besonderes ist. Die Freude der Zuhörer kommt zu uns herüber. Und ich sehe, wie meine Spieler mit so viel Konzentration und Freude dabei sind“.

Ingrid Kuhlmann spielt Orgel, Klavier, Flöte, Tenorhorn und Jagdhorn. Wenn sie Orgel spiele, verliere sie ein Gefühl für die Zeit, verrät die 64-Jährige und schwärmt von der in Dabel. Die spiele sich sehr leicht. „Wenn man unterschiedliche Register zieht, kann man mit der Orgel ein Musikstück unterschiedlich gestalten. Wenn ich das Stück auf der Orgel in Woserin oder Borkow spiele, hört es sich ganz anders an. Man muss lange üben, um zu hören, was zu einer Orgel passt und zu dem Raum. Diese Vielseitigkeit ist sehr interessant.“

Die Musik ist Ingrid Kuhlmanns Beruf. Und ihr Hobby, sagt sie. Und das lege man nicht einfach ab. Deshalb werde sie, wenn sie in Rente gehe, mit zwei, drei Gruppen weitermachen, bis sich ein Neuer finde, der dies übernehme.

Alle sieben Gruppen sind zahlenmäßig gut aufgestellt. „Aber wir werben immer um neue Mitglieder, denn auch bei uns ist Bewegung. Am konstantesten ist der Handglockenchor. Jede Gruppe freut sich auf neue Mitspieler oder Sänger“, weiß sie.

Das Einzige, was man haben müsse, sei Freude am gemeinsamen Musizieren. Den Rest erlerne man. „Jeder, der sich entschlossen hat, bei uns mitzumachen, bleibt auch“, ermutigt sie.

Wer dazu gehören möchte, kann sich gern bei Ingrid Kuhlmann in Dabel, Tel. 038485/201 47, melden. Das können übrigens Kinder wie Erwachsene sein – diesen Altersmix gibt es beispielsweise bei den Flötenspielern und in der Gitarrengruppe.

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