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Sternberger Seenland : Förderung für nächste Kanu-Stege

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Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Ein- und Aussetzstellen an der Sagsdorfer Brücke sowie in Sternberger Burg erhalten Plattformen, die sich dem Wasserstand anpassen.

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erstellt am 28.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Mit steigenden Temperaturen kommt die Kanu-Saison auf Warnow und Mildenitz langsam wieder in Gang. Wenn das Wetter mitspielt, erwarten die Bootsvermieter über Ostern den ersten großen Ansturm in diesem Jahr. Für Kanus und Hütten liegen schon Anmeldungen vor, sagt Sabine Hennig vom Kanucamp in Sternberger Burg.

Bis dahin wird es zwar noch nichts mit zwei weiteren Schwimmstegen, die sich an Ein- und Aussetzstellen dem Wasserstand anpassen und
damit sowohl weniger geübten als auch erfahrenen Paddlern helfen, doch zum Beginn der Hauptsaison im Juni/Juli sollen sie an ihren Plätzen verankert sein. Und die sind an der Sagsdorfer Brücke und in Sternberger Burg. Einen Förderbescheid dafür übergab Astrid Winkelmann, Abteilungsleiterin für Integrierte ländliche Entwicklung beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) Westmecklenburg an den Sternberger Bürgermeister Armin Taubenheim.


Schon erste Vorschläge zur Verbesserung


Das Stalu ist die Bewilligungsbehörde für Geld aus dem Leader-Programm und das ein Instrument der EU zur Stärkung der ländlichen Räume. Leader ist eine Abkürzung von „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ und bedeutet aus dem Französischen übersetzt „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Vor Ort wird entschieden, was wie gefördert werden soll. Die Lokale Aktionsgruppe Warnow-Elde-Land hatte das Projekt mit den Schwimmstegen hoch bewertet, „weil es genau in die Strategie zur Entwicklung des Wasserwanderns passt“, so Ines Herrmann von der Landgesellschaft in Leezen.

Die Plattformen sollen nicht nur eine Erleichterung für die Paddler sein, sondern auch wilde Einsetzstellen verringern. „Ganz verhindern lassen sich die wohl nicht“, meint Armin Taubenheim, „aber so erhalten die Kanuten ein gutes Angebot.“ Wegbereiter war der Naturpark Sternberger Seenland, der auf eigene Kosten einen solchen Schwimmsteg an der Zaschendorfer Brücke montieren ließ. Inzwischen habe es aus der Praxis, von Andreas Hennig, der mit Ehefrau Sabine zum 1. November 2014 das Kanucamp in Sternberger Burg übernommen hat, einen Verbesserungsvorschlag gegeben, erzählt der stellvertretende Naturparkleiter Jan Lippke. So werde eine Sliprolle angebracht, damit die Boote beim Einsetzen und Herausnehmen nicht über die Kante schrapen. Auch soll eine Bohle schräg angesetzt werden, die Kraut abweist, bevor es sich an dem Steg verfängt.

Der Prototyp sollte durchaus ein Anstoß für Kommunen sein, Projektträger für weitere Schwimmstege zu werden wie jetzt Sternberg, so Lippke. Bürgermeister Taubenheim: „Wir hoffen, dass nun andere
Gemeinden nachziehen, denn der Kanu-Tourismus hat große Bedeutung für die Region.“

Die Gesamtkosten für beide Schwimmstege belaufen sich auf 32 000 Euro. Bei der Förderung mit dem Höchstsatz von 90 Prozent eingestuft, fließen 28 800 Euro über Leader. Hinzu kommt eine Ko-Finanzierung von zehn Prozent dieser Summe durch den Naturpark, so dass die Eigenmittel für die Stadt äußerst gering ausfallen.

Neben der Ein- und Aussetzstelle an der Sagsdorfer Brücke war zunächst der Krautziehplatz an der Warnow bei Groß Görnow vorgesehen, doch da der Boden nicht der Stadt gehört, sondern dem Land, wurde auf Sternberger Burg an der Mildenitz umgepolt.

Projektideen für 2018 können noch bis zum 30. Juni beim Leader-Regionalmanagement eingereicht werden, ermuntert Ines Herrmann.

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