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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 20:36 Uhr

Ruchow : Flügel sollen sich wieder drehen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Neue Eigentümer wollen Ruchower Erdholländermühle sanieren und dabei die historische Technik aus Holz bewahren.

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 16:14 Uhr

Wer von der B 104 Richtung Mustin abbiegt, sieht schon bald links auf einer kleinen Anhöhe eine Windmühle, die jedoch einen traurigen Eindruck macht: Es sind nur zwei Flügel noch als solche erkennbar, und selbst die sichtlich beschädigt, von den beiden
anderen ist kaum noch was übrig. Auf einer Liste der 122 Windmühlen in MV wird die in Ruchow als „leicht verfallen“ eingestuft.

Das soll sich nächstes Jahr im wahrsten Sinne des Wortes von Grund auf ändern. Stephanie Pásztor und Björn Dauterstedt, gebürtige Dresdner, die jetzt am Niederrhein leben, haben die Ruchower Erdholländermühle im Juli gekauft und wollen sie nach historischem Vorbild sanieren. Die Flügel sollen sich wieder drehen, zur Freude von Einheimischen und Touristen, Korn werde hier allerdings nicht mehr gemahlen. „Ich bin kein Müller“, wehrt Dauterstedt ab. Als Maschinenbauingenieur verstehe er eher was von der Technik. Das gelte in etwa auch für seine Lebensgefährtin, sie ist Lehrerin für Mathematik und Physik.


Erste Bekanntschaft bei einer Fahrradtour


Die Beiden verbrachten eine Woche Urlaub im Gutshaus Rothen. Bei einer Fahrradtour fiel ihnen neben der Ruchower Kirche mit ihrem ungewöhnlichen Turm auch die Windmühle auf, allerdings mehr beiläufig. Dass diese zum Verkauf stand, spielte für sie keine Rolle. „Wir dachten überhaupt nicht daran, sie zu erwerben“, sagt Dauterstedt. Nach ein paar Tagen Urlaub habe es sich aber ergeben, mit dem Besitzer die Mühle von innen zu besichtigen. „Und da waren wir fasziniert, besonders von der Technik, die überwiegend aus Holz besteht.“ Es sei wohl ein armer Müller gewesen, der sich keine gusseisernen Zahnräder leisten konnte, sondern für sein Tagwerk nur einfache Mittel verwenden konnte.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.

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