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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. September 2017 | 01:37 Uhr

Klein Görnow : Flatterbänder und Taubenspikes

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Nistgelegenheiten haben sich verschlechtert – Hobby-Ornithologe Dr. Lothar Daubner will „Sensibilisieren für die heimische Vogelwelt“.

Die Nistgelegenheiten für heimische Vogelarten haben sich in den letzten Jahren verschlechtert, so Hobbyornithologe Dr. Lothar Daubner. „Das gilt insbesondere für die Vögel, die in der Stadt leben, wie Fledermäuse, Mauersegler, Dohlen, Falken und Schwalben. Die Tiere nutzen Wohnbauten mit Mauerritzen, Kirchtürme. Überall wo es geeignete Ritzen und Schlupflöcher gab, konnten die Stadtvögel Nester bauen. Mit unserer modernen Bauweise und den Sanierungen nehmen wir diesen Vögeln ihre Nistmöglichkeiten. Die Schwalbennester werden herunter gestoßen, anstatt ein Brettchen unter zu bauen. Es werden Flatterbänder unter den Dachfirsten angebracht, Taubenspikes auf Dachfirsten angebracht“, so der 55-Jährige.

In der Feldflur hingegen sieht es besser aus. Allerdings mangelt es den Vögeln hier am Futterangebot. Durch die Chemisierung der Landwirtschaft, dem Einsatz von Insektiziden gegen Schadinsekten sind auch Nutzinsekten betroffen. „Auf den Äckern sind kaum noch Libellen zu sehen. Werden Fungizide eingesetzt, die Pilze zerstören, verschwinden Tiere, die von dem Substrat leben. Diese Lebensformen finden kein Futter mehr“, so der Tierarzt. Auf einer Naturwiese leben etwa 100 tierische Lebensformen. Auf einem angesäten, gepflegten Rasenstück gibt es eventuell nur fünf Arten, führt er als Beispiel an.

Ausführlich in der Tageszeitung und bei epaper

 

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