Feuerwehreinsatz in Weiße Krug : Flammen schossen aus dem Schornstein

<fettakgl>Feuerwehrleute </fettakgl> im Einsatz <fotos> Michael Schwertner</fotos>
1 von 3
Feuerwehrleute im Einsatz Michael Schwertner

Eine Flamme schoss am Mittwochabend nach 22 Uhr aus dem Schornstein eines Einfamilienhauses in Weiße Krug. "Beängstigend war nur der Funkenflug", sagte Brüels Wehrführer Torsten Reiher nach dem Einsatz.

svz.de von
07. März 2013, 07:23 Uhr

Weiße Krug | Eine Flamme schoss am Mittwochabend nach 22 Uhr aus dem Schornstein eines Einfamilienhauses in Weiße Krug. "Beängstigend war nur der Funkenflug", sagte Brüels Wehrführer Torsten Reiher nach dem Einsatz von insgesamt 22 Kameraden aus seiner Wehr und aus der Nachbarstadt Sternberg.

Mit Hilfe der Sternberger Drehleiter gelangten Feuerwehrleute auf das Dach. Sie warfen Steine in die Esse, um den zugesetzten Schornstein soweit frei zu machen, dass sie ihn mit einem speziellen Kehrgerät von oben reinigen konnten, während auf jeder Etage Kameraden Brandwache hielten. Mit der Wärmebildkamera aus Sternberg wurde kontrolliert, ob die Glut verloschen ist. Am Ende nahm der Schornsteinfeger noch eine Reinigung vor.

Ein solches Feuer entsteht, wenn sich der Schornstein durch nicht verbrannte Rußpartikel zugesetzt hat, erklären Feuerwehrleute. Dann entwickelt sich ein solch starker Hitzestau, dass sich der in der Esse abgesetzte Teer entzündet und der Schornstein durchbrennt.

In diesem Fall bestand bei dem relativ neuen Haus keine Gefahr, sagt Eckardt Meyer, Wehrführer in Sternberg. Es könne aber gefährlich werden, sobald ein Schornstein reißt. Wichtig sei, dass die Gefahr rechtzeitig erkannt wird.

Brüels Wehrführer Torsten Reiher vermutet, dass die Feuerwehren es in Zukunft mit einer wachsenden Zahl von Schornsteinbränden zu tun bekommen. Grund: Immer mehr Bürger, die nach der Wende ihre Heizungen auf Öl oder Gas umgestellt hatten, nutzen heute wieder Holz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen