Brüel : Fit bleiben und Spaß haben

Freude und Erleichterung nach bestandener Karate-Do-Prüfung bei den Teilnehmern desr Kurse von Karate- und Gesundheitstrainer Uwe Ey (r.).
Freude und Erleichterung nach bestandener Karate-Do-Prüfung bei den Teilnehmern desr Kurse von Karate- und Gesundheitstrainer Uwe Ey (r.).

Vor der Sommerpause standen für Teilnehmer der Karate-Do-Kurse in Brüel und Neukloster Kyu-Prüfungen an

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10. Juli 2018, 12:00 Uhr

Fiete ist wie alle anderen ein bisschen aufgeregt. Der Achtjährige ist nicht nur der Jüngste, der sich an diesem Spätnachmittag in der Brüeler Sporthalle der Kyu-Prüfung im Shotokan-Karate stellen will, sondern er trainiert auch noch längst nicht so lange wie die anderen. „Marvin hat mir von Karate Do erzählt und ich bin einfach mal mitgegangen. Es macht Spaß“, sagt Fiete.

Er und Marvin sind Nachbarn. Während Fiete mit der Prüfung zum 9. Kyu, dem weißen Gürtel, seine erste Bewährungsprobe vor sich hat, ist Marvins Ziel der grüne Gürtel, der 6. Kyu. Der Zehnjährige trainiert seit rund zwei Jahren, erzählt er. „Man bleibt fit und hat mehr Kondition im Sport“, sagt er.

Der Prüfung stellt sich auch Maren Eilenberger-Czwalinna - zum 7. Kyu, dem orangen Gürtel. „Wenn man einmal Lunte gerochen hat, bleibt man dabei“, sagt die 60-Jährige, die zudem Jiu Jitsu und Judo macht. Wobei für Letzteres berufsbedingt nicht mehr ganz so viel Zeit bleibe, sagt sie.

Shotokan-Karate ist eine Stilrichtung von Karate Do. Warum sie so begeistert von dieser Sportart ist, hat Maren Eilenberger-Czwalinna in einem früheren Gespräch mit SVZ erklärt: „Verglichen mit anderen Sportarten gibt es weniger Körperkontakt. Karate Do ist sehr stark auf Haltung ausgerichtet“.

Karate- und Gesundheitstrainer Uwe Ey, der eine Prüferlizenz besitzt und sie auch regelmäßig aktualisieren muss, hatte 2016 mit Schnupperkursen in Brüel und Neukloster für diesen Sport geworben. Die Gruppen hätten sich gehalten, wobei wenig neue Mitglieder hinzukämen, bedauert er.

Übersetzt bedeutet Karate-Do so viel wie „der Weg der leeren Hand“, der Karatekämpfer ist waffenlos, seine Hand ist leer. „Es ist eine japanische Kampfkunst und ein Weg ins Leben, eine Charakterschule“, umschreibt Ey.

Deshalb treffe sich die Gruppe auch in den Ferien, wenn eigentlich Kurspause sei, das ein oder andere Mal. „Je nach Wetterlage gehen wir baden oder kommen zum Mondo, dem Gespräch unter Gleichen, zusammen“, sagt Uwe Ey. „Denn wir wollen auch die Geisteshaltung entwickeln und trainieren. Man muss brennen dafür, dann trainiert man, egal wo man ist“, begründet der 61-Jährige, warum er ehrenamtlich Kinder und Erwachsene an die japanische Kampfkunst heranführen möchte. Wer mitmachen möchte – vom Kind bis zum Senior – sollte Spaß an Bewegung haben und fit sein wollen. „Es ist auch ein Gesundheitstraining. Man kann vorbeugend etwas tun.“ Trainiert wird barfuß. Kurse finden nach den Sommerferien wieder in der kleinen Sporthalle hinter dem Gymnasium in Neukloster montags von 18 bis 20 Uhr und donnerstags von 18.30 bis 20 Uhr statt sowie dienstags und donnerstags von 16 bis 17.30 Uhr in der Sporthalle in Brüel.

Sieben Kursteilnehmer stellen sich an diesem Tag dem Prüfer: Tassilo Diener, Roland Niebisch, Evelin Halfmann, Toby Jürgens, Marvin Bukow, Maren Eilenberger-Czwalinna und Fiete Szur, wobei die Leistungsstufen vom 5. Kyu, dem 1. blauen Gürtel, bis zum 9. Kyu, der ersten Prüfung und damit dem weißen Gürtel, reichen.

Neun Prüfungen müssen durchlaufen werden, bevor man sich der zum ersten Meistergrad stellen kann. Die Gürtelfarben zeigen die Leistungsstufen eines Karatekas – vom Anfänger bis zum Meister.

Alle bestehen ihre Prüfung. „Die Leistungen waren gut, besser als erwartet“, zieht Uwe Ey ein allgemeines Fazit. Denn ein bisschen Prüfungsangst sei doch immer dabei. Was verbessert werden könne oder wo die Stärken des Einzelnen seien, erfährt jeder in der persönlichen Auswertung von ihm.

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