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Anlage an der Tempziner Brücke soll umgebaut werden : Fischtreppe soll 2014 Wehr ersetzen

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Der Wasser- und Bodenverband Obere Warnow plant den Bau von Fischtreppen in Warin und Tempzin. Die letzten Hürden sollen verschwinden, damit die Meerforelle flussaufwärts in ihre Laichgewässer gelangen kann.

svz.de von
erstellt am 02.Jul.2013 | 10:06 Uhr

Zahrensdorf/Warin | Der Wasser- und Bodenverband Obere Warnow mit Sitz in Warin plant den Bau von Fischtreppen in Warin und Tempzin. Zahrensdorfs Bürgermeister Alfred Nuklies erinnerte auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung daran, dass die Thematik vor Jahren schon einmal auf der Tagesordnung gestanden habe. Gehe es doch darum, die Fließdurchgängigkeit am Wehr wieder herzustellen.

Wie SVZ berichtete, sollen die letzten Hürden verschwinden, damit die Meerforelle flussaufwärts in ihre Laichgewässer gelangen kann. Von der Ostsee über die Warnow und ihre Nebenflüsse bis in den Neuklostersee könnte der Weg bis Ende des nächsten Jahres frei sein. Bereits geschaffen wurden in den vergangenen Jahren zwei Fischaufstiege in Brüel, einer in Sülten und einer in Neumühle.

Noch in diesem Jahr, so bestätigte Andrea Döring, Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbandes, gegenüber SVZ soll mit dem Umbau des Wehres in Warin begonnen werden. Für den Fischaufstieg ist immerhin ein Höhenunterschied von rund drei Metern zu überwinden. Zudem erschwert der Untergrund mit Torf und Moor die Ausführung des Projektes. Die Finanzierung ist gesichert. Das Gros des Geldes kommt von der Europäischen Union, von Bund und Land.

Die Aussicht auf 90 Prozent Fördermittel für den Umbau des Tempziner Wehres sehen auch die Zahrensdorfer Gemeindevertreter als einen großen Vorteil. "Wir wollen das natürlich unterstützen", erklärte Nuklies. Er merkte aber auch an, dass sich die Gemeinde nicht darum gerissen habe, dass das Wehr in ihr Eigentum kommt. "Wir mussten schon ein Haushaltskonsolidierungskonzept erarbeiten und müssen u. a. die Hundesteuer erhöhen", so der Bürgermeister. Denn trotz Förderung bliebe für die Gemeinde noch ein Eigenanteil von rund 22 000 Euro.

In Tempzin handele es sich um ein Brückenbauwerk, für das die Gemeinde unterhaltspflichtig sei, erläuterte Bauamtsleiter Jochen Gülker als Vertreter des Amtes auf der Sitzung. "Die Brücke fassen wir nicht an", stellte Döring klar. Allerdings werde der Aalfang abgerissen.

"Jetzt ist das Wehr regulierbar", merkte Gemeindevertreter Hans-Joachim Hogrefe an. Man denke an eine technische Lösung für den Notfall, erklärte Andrea Döring. Sie würde die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für den Umbau des Wehres in Tempzin in diesem Jahr gern noch vorantreiben, erklärte sie.

Gülker empfahl der Gemeinde, für den Eigenanteil einen Antrag auf Ko-Finanzierung zu stellen. Erst wenn die genauen Zahlen vorliegen, werde der Gemeinde ein Beschluss vorgelegt", so Gülker. Andrea Döring bekam von den Gemeindevertretern an diesem Abend denn auch eine allgemeine Zustimmung für das Projekt.

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