Witzin : Fischer-Klatscher-Meister gekürt

Giganten beim Kampf  um den Fischer-Klatscher-Meister-Titel, hier Bürgermeister Hans Hüller gegen Peter Wieland (r.).
Foto:
1 von 3
Giganten beim Kampf um den Fischer-Klatscher-Meister-Titel, hier Bürgermeister Hans Hüller gegen Peter Wieland (r.).

Beim 4. Wasserfest in Witzin gab es wieder viel Abwechslung mit Spiel, Spaß, sportlichen Leistungen und Auszeichnungen.

svz.de von
21. Juni 2016, 05:00 Uhr

Einen Fischer-Klatscher-Meister küren, ist eine alte Tradition, die vom Bodensee stammt. Denn vor vielen Jahren kämpften die dort ansässigen Fischer mit dieser Methode um ihre Fischrechte. In ihren Booten versuchten sie sich gegenseitig mit Stangen ins Wasser zu schubsen. Wer als Erster den Abgang machte, hatte verloren. Heute sind die Fischer-Klatscher-Meister-Kämpfe in vielen Gegenden zu sportlichen Wettkämpfen und Spaßwettbewerben avanciert.

Beim jüngsten Wasserfest in Witzin waren sie bereits zum vierten Male der Höhepunkt einer großartigen Veranstaltung, die gleichzeitig das diesjährige Dorffest ausmachte. Es waren Teilnehmer der Altersklasse (AK) bis und ab 13 Jahre, die den Mut aufbrachten, sich gegenseitig mit Schaumstoff-Noodles von einem schmalen Balken ins kühle Nass zu befördern. „Schläge“ bzw. Klatscher gingen hin und her. Und auch von den Händen wurde kräftig Gebrauch gemacht. Da war es gar nicht so einfach, sich auf dem schmalen Balken, ähnlich einem Schwebebalken, zu halten. Wenn ein Plumps doch einmal passierte, waren die Kämpfer sich des Gelächters der zahlreichen Besucher gewiss. Am Ende gab es in beiden Altersklassen einen Sieger. Den von Baldur Beyer gestifteten Wanderpokal errang in der AK ab 13 Jahre André Bergau. Bei den Jüngeren schaffte es Charlotte Garb auf das Siegertreppchen.

Organisiert wurde das 4. Wasserfest auch diesmal vom Jugendkeller unter der Leitung von Helga Birkholz – in Zusammenarbeit mit den Vereinen des Dorfes. So zum Beispiel mit der freiwilligen Feuerwehr, den Anglern, der Dörpschaft, den Schützen und der Kirche.

An zehn Stationen konnten die Besucher ihre Geschicklichkeit überprüfen. So zum Beispiel beim Werfen eines Balles in einen Reifen, beim Bugsieren eines Frisbee-Balles durch Ringe, bei Angelspielen für Groß und Klein. Viel genutzt wurde auch das Kinderschminken. Und wer wollte, der durfte sich am Dosenwerfen beteiligen. Neu waren die Angebote, bei denen mit Wasserwanderschuhen über das Wasser gelaufen werden musste. Das Bild erinnerte ein wenig an die Bibel.

Ein anderes Spiel bestand darin, dass mit einer Angel auf eine im Wasser befestigte kleine Platte geworfen werden musste. Es war gar nicht so einfach, das kleine Teil zu treffen. Zum ersten Male dabei war auch die örtliche Jagdgesellschaft mit einem Schießstand. Bei herrlichstem Wetter erlebten die vielen Besucher, darunter auch viele Fremde und Urlauber, einen vergnüglichen Tag mit viel Abwechslung.

Auf der Wiese hatte sich auch eine Familie mit ihren zwei Kindern niedergelassen, die von außerhalb kam. Maik Keller und Frau Iris aus Delitzsch waren erstaunt, was ein kleines Dorf wie Witzin so alles auf die Beine bringt. „Da können wir in unserer Stadt gar nicht mithalten“, erzählten sie. „Wir sind zurzeit im Urlaub in Schwerin und haben von dem Fest gelesen. Natürlich waren wir neugierig, was da alles geboten wird“, so die Urlauber. „Doch um das zu bewerkstelligen, braucht es wohl einen großen Zusammenhalt aller Kräfte. Wir werden jedenfalls bei uns zu Hause vom Wasserfest schwärmen.“

Aber auch viele Einheimische waren begeistert von den Witzinern. Unter ihnen viele Sternberger.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen