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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Dezember 2017 | 19:34 Uhr

Bruel : Firmen und Schule begegnen sich

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Zweiter Wirtschaftsstammtisch in Brüel zeigte Perspektiven für junge Leute in der Region auf und gab Anregungen zu Berufsfrühorientierung.

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 17:17 Uhr

Über regen Zuspruch freute sich erneut Gastgeberin Gabriele Schumacher-Poschmann beim Wirtschaftsstammtisch im Hotel & Restaurant „Mecklenburger Hof“ in Brüel. Die Zweitauflage der Veranstaltungsreihe stand unter dem Motto „Langfristiger Ausbau der Wirtschaft in der Region“. Gast auf dem roten Sofa war diesmal Berit Steinberg, Geschäftsführerin der Wirtschaftsfördergesellschaft Südwestmecklenburg. Das ist ein wirtschaftsorientierter Dienstleister im Landkreis Ludwigslust-Parchim, der mitwirken will, ein zukunftsorientiertes Marketing für die Region zu gestalten, deren
Attraktivität weiter zu entwickeln und ihre wirtschaftliche Kraft zu stärken. Im Mittelpunkt des Abends standen die Wertschöpfungskette und sich daraus ergebende Entwicklungspotenziale für einheimische Unternehmen.

Wie weit dieses Thema reicht, zeigt sich exemplarisch an der Teilnahme von Silke Völzow, stellvertretende Leiterin der Regionalen Schule in Brüel. Ihre Einladung habe sie als Stadtvertreterin erhalten, doch mindestens genauso groß wie ihr Interesse an der Wirtschaftsförderung in und um Brüel war das, zur Berufsorientierung in der Schule die Sicht der Unternehmen ganz aus der Nähe zu erfahren und Kontakte zu knüpfen, so Völzow. Sie habe den Praxislerntag vorgestellt, an dem die Mädchen und Jungen aus der neunten Klasse im zweiten Schulhalbjahr einmal die
Woche in Firmen gehen. „Sie erleben dort die originale
Situation, den Arbeitsalltag.“

Unternehmer hätten am Stammtisch jedoch bedauert, dass von Brüeler Schülern kaum Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz kommen, ob im Metallbaubetrieb um die Ecke im Gewerbegebiet oder in der Landwirtschaft. Einerseits könne sie verstehen, so Silke Völzow, dass es Schulabgänger nach Schwerin oder Hamburg ziehe, wo einfach mehr los sei, doch andererseits blieben berufliche Chancen buchstäblich vor der Haustür ungenutzt. Dass es attraktive Angebote gäbe, solle den Schülern noch eingängiger vertraut gemacht werden. So wurden an dem Abend Betriebsbesichtigungen schon für die fünften und sechsten Klassen, in
denen die Berufsfrühorientierung einsetze, angeregt. Für den regulären Elternabend der Klassen acht bis zehn zu Schuljahresbeginn wurde gleich die Teilnahme von Robert Christoph vereinbart. Der Mitarbeiter der Wirtschaftsfördergesellschaft ist firm in Sachen Berufsorientierung und häufig in Schulen unterwegs.

Gesprächsbedarf bestehe auf beiden Seiten, ist Silke Völzow nach dem Stammtisch erst recht überzeugt. Die Lehrerin macht keinen Hehl daraus, dass ihre Sicht bislang „schulisch geprägt“ war, aber schon der erste Abend Denkanstöße gegeben habe. Deshalb stehe fest, dass sie am nächsten Wirtschaftsstammtisch wieder teilnehmen wird. Der findet am 1. Oktober statt.

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