Brüel : Feuerwehrarbeit wird anerkannt

Mitglieder der Jugendfeuerwehr vor ihrem Fahrzeug, v.l.: Marten Kindermann, Tim Herzog, Tim Ehmke, Patrick Mogck, Marlon Danowski, Lukas Walther und Christian Junghans.  Fotos: roswitha spöhr
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Mitglieder der Jugendfeuerwehr vor ihrem Fahrzeug, v.l.: Marten Kindermann, Tim Herzog, Tim Ehmke, Patrick Mogck, Marlon Danowski, Lukas Walther und Christian Junghans. Fotos: roswitha spöhr

Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Brüel unterstützt Kameraden, Jugendarbeit und hält engen Kontakt zu Spendern

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27. Januar 2018, 12:00 Uhr

„Unsere größte Aktion war die Anschaffung eines Mannschaftswagens für die Jugendfeuerwehr“, sagt Manfred Wilken, Vorsitzender des 43 Mitglieder starken Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Brüel.

Einen solchen Verein hatte es schon im Amt Brüel gegeben, zuständig für die Wehren in Brüel, Wendorf, Zahrensdorf und Gustävel. „Das lief sehr gut“, erinnert er sich, seinerzeit Stellvertreter, der Vorsitz oblag Horst Rausch.

Nach der Zusammenlegung der Ämter Brüel und Sternberg habe man keinen Wert mehr darauf gelegt, in den Folgejahren sei es aber zu Gründungen in einzelnen Wehren gekommen, wie in Hohen Pritz, Kobrow, Wendorf oder Zahrensdorf. Der Brüeler besteht seit dem 30. November 2012, im April des Folgejahres wurde die Gemeinnützigkeit anerkannt.

„Hatte zuvor jemand für die Wehr gespendet, ging das Geld an die Kommune. Wir hatten keinen Rechtsanspruch, es 1:1 zu bekommen.“ Das sei jetzt anders. Zudem könne der Kontakt zu Spendern und Freunden der Feuerwehr enger gestaltet werden, sieht Wilken als großes Plus.

Die Feuerwehr hat viele Unterstützer, was sich nicht zuletzt in der Spendenbereitschaft widerspiegelt. Auf den Spendenaufruf zur Anschaffung des Mannschaftswagens für die Jugendfeuerwehr 2016 waren 46 Spenden eingegangen. Insbesondere Wehrführer Torsten Reiher habe viele Unternehmen in und außerhalb unserer Region dafür gewinnen können, weiß Manfred Wilken. „So waren wir in der Lage, unseren Anteil aufzubringen“, sagt er und will nicht verschweigen, dass diese Zeit aber auch Reserven in der Zusammenarbeit mit der Verwaltung in Sternberg offenbart habe.

Von zehn bis 3000 Euro reicht die finanzielle Unterstützung von Privatpersonen und Unternehmen. „Es ist eine Anerkennung der Arbeit der Kameraden. Sie sind nicht nur zu Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistungen aller Art im Einsatz, sondern auch auf Veranstaltungen wie Stadtfest, Entenrennen oder Weihnachtsmarkt präsent und organisieren Oster- und Herbstfeuer oder das Verbrennen der Weihnachtsbäume.“

Im vergangenen Jahr konnten über den Förderverein ein Zelt und ein Gaskocher sowie ein Laptop, der die Verwaltungsarbeit vereinfacht, angeschafft werden. Zudem beteiligte sich der Verein an der Finanzierung von Strickjacken für die Kameraden. „Wir unterstützen die Jugendarbeit in der Feuerwehr und die Brandschutzaufklärung, zum Beispiel, wenn eine Gruppe aus dem Kindergarten ins Gerätehaus kommt“, sagt Wilken, der sich wie alle im Verein ehrenamtlich engagiert.  „Es gibt keine Aufwandsentschädigung.“ Bereits im Blick habe man auch das 100-jährige Jubiläum der Wehr 2020.

Wilkes Idee ist, sich vielleicht einmal mit Vertretern anderer Fördervereine von Feuerwehren zu einem lockeren Gespräch zu treffen, „um zu hören, wie sie es machen. Wir können von einander lernen“. „Einiges Nützliches erfahren“ hätten er und Kassenwart Martin Lahs jüngst auf der Informationsveranstaltung „Für ein buntes Vereinsleben“, zu der Finanzminister Mathias Brodkorb nach Güstrow eingeladen hatte. „Wir waren die einzigen Vertreter von Wehren unserer Region“, bedauert Wilken. Er habe neue Kontakte knüpfen können, Ansprechpartner im Finanzamt kennen gelernt und Fragen zum Gemeinnützigkeitsrecht beantwortet bekommen.

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