Feuerwehr bringt Mieter in Sicherheit

Ruhe nach dem nächtlichen Einsatz Am Serrahnsbach: Im ersten Obergeschoss hatte es gebrannt.
Ruhe nach dem nächtlichen Einsatz Am Serrahnsbach: Im ersten Obergeschoss hatte es gebrannt.

Wohnungsbrand im Gebäude Am Serrahnsbach in Sternberg: 62-jähriger Mann verletzt / Mieter konnten nach Feuerwehreinsatz wieder in ihr Heim

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11. März 2020, 05:00 Uhr

Friedliche Stimmung am Dienstagmorgen nach einer unruhigen Nacht Am Serrahnsbach in Sternberg: Hier hatte es bei einem Wohnungsbrand einen Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungssanitätern gegeben. Ein 62-jähriger Mieter hatte offenbar großes Glück und verletzte sich nur leicht.

Auf einer Grünfläche vor dem Wohnblock Am Serrahnsbach 13 bis 18 lagen am Dienstagmorgen drei Rauchmelder. Sie hatten am Abend zuvor Alarm geschlagen. Gegen 21.45 Uhr eilten Polizei und Feuerwehr zum Brandort. „Beim Eintreffen der Rettungskräfte hatten die meisten Bewohner des Mehrfamilienhauses bereits ihre Wohnungen verlassen“, erklärte Polizeisprecher Klaus Wiechmann. Aus einer Wohnung klingelten die Retter die Mieter heraus.

Nur an der Brandwohnung selbst war eine Notöffnung durch die Feuerwehrleute erforderlich. Einsatzleiter und Feuerwehrchef Eckardt Meyer erinnerte sich an eine dramatische Situation: Die Tür zur Wohnung war heiß, von drinnen war lautstark der Rauchmelder zu hören. Als die Feuerwehrleute unter Atemschutz die Tür aufgebrochen hatten, kam ihnen starker Rauch entgegen. Im ersten Moment hätte er nicht gedacht, dass die Kameraden einen Menschen lebend aus dieser Wohnung retten könnten. Doch über den 62-Jährigen habe zum Glück offensichtlich jemand seine schützende Hand gehalten. Die Feuerwehrleute konnten den Mieter in Sicherheit bringen und den Rettungssanitätern übergeben. Der Mann erlitt laut Polizei eine leichte Rauchgasvergiftung und kam zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus. Es sei ein schönes Gefühl gewesen, jemanden aus der Wohnung zu retten, so Meyer. Für die Feuerwehr sei es ein Supereinsatz gewesen.

Die Feuerwehr löschte die Flammen, die laut Polizei insbesondere den Flur der Wohnung erfasst hatten. Die Sternberger Kameraden waren mit 15 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen angerückt. Der durch den Brand angerichtete Sachschaden wurde durch die Polizei zunächst auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Nach der Öffnung der Tür breitete sich Qualm im ganzen Treppenhaus aus. Er drang auch in andere Wohnungen ein, wo dann die Rauchmelder ansprangen. Zum Glück konnte er sein Zwergkaninchen in Sicherheit bringen, berichtete ein Mieter.

Die Feuerwehrleute setzten einen Drucklüfter ein, mit dem der Rauch aus allen Wohnungen entfernt wurde. Nach etwa zwei Stunden konnten die Retter abziehen und die Mieter wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Bis auf die Brandwohnung sind alle anderen weiter nutzbar, sagte Sven Parwulski, der Chef der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft Sternberg-Dabel-Brüel, die Eigentümer dieses Gebäudes ist. Der Chef wusste erst seit Dienstagmorgen von dem Feuer. „Es ist schade, dass wir nicht früher informiert wurden“, so Parwulski. Die Brandwohnung im ersten Obergeschoss konnte er sich am Dienstagmorgen noch nicht anschauen. Sie war durch die Polizei versiegelt. „Wir sind noch nicht fertig“, sagte Klaus Wiechmann. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. Die genaue Brandursache stehe noch nicht fest. Man gehe von verschiedenen denkbaren Möglichkeiten aus, so der Polizeisprecher. Der Fernseher sei verkohlt.

Sven Parwulskis sprach von einem ruhigen Mieter. Der sei allerdings in der vergangenen Woche auffällig geworden, indem er einen Kinderwagen im Hausflur angezündet habe. Deshalb sei nach seinem Wissen auch der psychosoziale Dienst zur Begutachtung herangezogen worden.

In das Wohngebäude, in dem das Feuer ausgebrochen war, investiert die Genossenschaft. In diesem Jahr soll die Vorderfront instandgesetzt werden. Im Vorjahr waren Giebel und Eingänge an der Reihe. Nächstes Jahr folgt die Rückfront. Es ist mit 48 Wohnungen das größte Haus der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft in Sternberg.


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