Brüel: Roter See stand am Sonnabend in Flammen : Feuer verwandelte See in Rotes Meer

Menschen über Menschen säumten den Strandbereich und verfolgten das Spektakel der Taucher. Ines Engelbrecht (4)
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Menschen über Menschen säumten den Strandbereich und verfolgten das Spektakel der Taucher. Ines Engelbrecht (4)

Rote Bengalfeuer tauchten den Roten See am Sonnabend in ein sprichwörtlich Rotes Meer. Am Steg entzündeten sich erste Flammen zum Auftakt des großen Feuerwerks über dem 6,7 Hektar großen See bei Dunkelheit.

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03. Oktober 2011, 06:16 Uhr

Brüel | Rote Bengalfeuer tauchten den Roten See am Sonnabend in ein sprichwörtlich Rotes Meer. Am Steg entzündeten sich erste Flammen zum Auftakt des großen Feuerwerks über dem 6,7 Hektar großen See bei Dunkelheit. Viele Einheimische und Gäste genossen das Spektakel, das Jörg-Peter Krüger in der siebenten Auflage präsentierte. Und natürlich schwamm er mit einer Fackel denn auch selbst zu einem der drei auf Holzpodesten drapierten Feuerschalen, um das Feuer zu entzünden.

Die Fackeln brachte ein 15-köpfiger Bikercorso aus Göllin zum Strand, wo sie an Tauchern übergeben wurden. Thomas Rohr und Lisa Marie Wilke schlüpften in ihre Tauchanzüge und begleiteten Jörg-Peter Krüger. Die Jagdhornbläser aus Bad Kleinen untermalten mit sanften Hornklängen die romantische Kulisse, ehe Violinist Thomas Braun vom Quartett "Die Herren" aus Rostock sein Instrument erzittern ließ, das das Feuer imitierte. Mit flotter Musik aus der deutschen Oldiekiste sorgten "Die Herren" Jörg Plato, Sebastian Sarfert, Johannes Pistor und Thomas Braun auf dem nächtlich angeleuchteten Steg für prima Stimmung und luden die Gäste zum Mitsingen ein. Ob es nun der kleine grüne Kaktus war, das Fräulein Helen oder Giesela, die Ohrwürmer funkten und der Humor der Musiker sprang auf die Gäste über.

Vom Balkon des Bootshauses aus beobachteten Dennis und Colin gemeinsam mit Großeltern, Onkel und Tante, Beate und Uwe Duhr das Spektakel. Die Brüelerin hatte zuvor mit der Brüeler Blasmusik gespielt, die den musikalischen Auftakt gab. Beate Duhr gefiel das Spektakel. Sie ist mit ihrer Familie oft im Waldbad. Vor allem lobte sie das Ambiente, das sich mit dem neu gebauten Steg, der Hütte und den befestigten Wegen positiv verändert hat. Laura Siedlinski ist Rettungsschwimmerin im Bad. "Ich bin das erste Mal hier und finde es toll, sagte die 17-Jährige. Beeindruckt war auch ihre Freundin Sarah Ohm, die die Romantik genoss.

Entertainer und Actionkünstler Christoph Möller und Sohn und Bikefahrer Hendrik hatten dann im Festzelt ihren Auftritt. Beide präsentierte in ihrer Nail and Bikeshow atemberaubende Überfahrten. Während der 30-Jährige auf der Suzuki Introuder auf einer Rampe über den Akteur fuhr, lag dieser zwischen den Keilen, einmal mit Nagelschutz und dann auf ungeschützten Nagelbrettern. Von oben und unten wirkte eine Kraft von 770 Kilo auf den Körper. Der Showkünstler ist damit der Einzige deutschlandweit, der Nägel und Motorrad in einer Show zeigt. Doch bevor es zum Höhepunkt unterm Festzelt kam, lockerte Christoph Möller die Atmosphäre auf. Er holte sich sechs Herren aus dem Publikum, die einen Stahlnagel mit wenigen Hammerschlägen ins Holz zu klopfen hatten. Der Sieger durfte als Apfelträger fungieren -in Anlehnung an "Wilhelm Tell". Unter einem Schutzhelm, auf dem der Apfel aufgesteckt wurde, traf der Aktionskünstler mit einem Pfeil von der Armbrust die Frucht. Möller schaffte es übrigens 1998 ins Guinessbuch der Rekorde, weil er es als Einziger geschafft hat, in einer Kettenreaktion aus zehn Armbrüsten sich selbst den Apfel vom Kopf zu schießen.

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