Feuerwehr: Einsatzübung in Brüel : Feuer am Getreidetrockner simuliert

Zum Tanklöschfahrzeug wurden die Löschwasserversorgung hergestellt und mittels C-Rohre  benachbarte Objekte geschützt.
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Zum Tanklöschfahrzeug wurden die Löschwasserversorgung hergestellt und mittels C-Rohre benachbarte Objekte geschützt.

Weiß-grauer Rauch steigt in den Brüeler Abendhimmel. Die Trocknungsanlage hat Feuer gefangen. In der Stadt heult die Sirene. Erst am Getreidetrockner wirdden Kameraden dann klar, dass ihr Einsatz "nur" eine Übung wird.

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16. Oktober 2013, 03:48 Uhr

Brüel | Weiß-grauer Rauch steigt in den Brüeler Abendhimmel. Klaus Wulfert, Geschäftsführer der Dienstleistungs- und Handels gesellschaft (DHG), greift zum Handy und wählt die 112: "Feuer an der Trocknungsanlage. Der Getreidetrockner hat Feuer gefangen", meldet er mit ruhiger Stimme an die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg. Eine Minute später werden die Brüeler Kameraden mittels Pieper alarmiert, in der Stadt heult die Sirene.

Dass die Anlage mit einem Tor gesichert ist, stellt für die Kameraden kein Hindernis dar. Schnell haben sie das Schloss geöffnet. Jeder Handgriff sitzt auch an diesem verregneten Dienstagabend. Erst am Getreidetrockner wird ihnen dann klar, dass ihr Einsatz "nur" eine Übung wird.

"Die Vorbereitungen dafür haben schon im Mai mit einer Begehung begonnen. Herr Wulfert hat alle Kameraden durch das Objekt geführt, die technischen Abläufe erläutert und Besonderheiten aufgezeigt. Im Ergebnis bekam die Wehr einen Einsatzplan, aus dem die Lage der Objekte, der Hauptschalter für die E-Anlagen, der Absperrschieber, der Handfeuerlöscher und der Löschwasserentnahmestelle ersichtlich sind", erklärt Manfred Wilken von der Brüeler Feuerwehr, der gemeinsam mit Wehrführer Torsten Reiher die Übung organisiert hat. "Es ist wichtig für uns, dass die Feuerwehr die Gegebenheiten vor Ort kennt. Die Wehr hatte uns angesprochen, aber auch wir hatten so eine Übung auf dem Plan", erklärt Klaus Wulfert. Es sei wichtig, dass das Zusammenspiel zwischen dem eigenen Personal und den Kameraden klappe, sagt er. Denn bei einem möglichen Großbrand könnte der Stahlkoloss Probleme mit der Statik bekommen und gesperrt werden. Wenn das dann mitten in der Ernte passiere, in der die Anlage schon mal rund um die Uhr laufe, wären die Folgen gar nicht auszudenken.

Zur Unterstützung der Brüeler rollen drei Fahrzeuge der Sternberger Wehr auf das Gelände. Deren Nachalarmierung verwundert, denn der Einsatz ist als Übung bei der Leitstelle angemeldet. Während die meisten Kameraden wieder nach Hause entlassen werden, wird die Sternberger Drehleiter zur Brandbekämpfung mit eingesetzt.

Nach einer Stunde ist die Übung beendet, in einer weiteren wird im Gerätehaus der Abend ausgewertet. "Auch die Einsatzbereitschaft musste wieder hergestellt werden. Die Preßluftgeräte und Druckschläuche wurden getauscht", so Wilken. Die Übung habe eine hohe Einsatzbereitschaft aller Kräfte gezeigt. So werde wertvolle Zeit gespart, weil eine Brüeler Truppe sich bereits während der Anfahrt mit Pressluftgeräten ausgerüstet habe. "Gut war auch, dass neben dem DHG-Geschäftsführer zwei weitere Beschäftigte anwesend waren, die die Feuerwehrleute auf technische Details hingewiesen haben". Einige Reserven gebe es im taktischen Verhalten, sagt Manfred Wilken. Alle Erfahrungen fließen nun in die weitere Aus- und Fortbildung ein.

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