Freilichtmuseum in Groß Raden : Ferienspaß bei Slawen und Wikingern

<fettakgl>Arbeit für Wikinger Furio.</fettakgl> Er stanzte den Namen in ein Armband für Lotte (vorn). Sie kam mit ihren Eltern Beatrice und Matthias sowie  Bruder Emil nach Groß Raden. Die Familie lebte in Hamburg. Die jungen Eheleute, die Groß Raden schon kennen, da Matthias Kühn   aus dem nahen Stieten stammt, zeigten jetzt auch ihrem Nachwuchs die Slawenburg.
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Arbeit für Wikinger Furio. Er stanzte den Namen in ein Armband für Lotte (vorn). Sie kam mit ihren Eltern Beatrice und Matthias sowie Bruder Emil nach Groß Raden. Die Familie lebte in Hamburg. Die jungen Eheleute, die Groß Raden schon kennen, da Matthias Kühn aus dem nahen Stieten stammt, zeigten jetzt auch ihrem Nachwuchs die Slawenburg.

Mittelalterliches Handwerk ausprobieren im Freilichtmuseum - dieser Ferienspaß zieht im Sommer jeden Tag Besucher an. Lotte nimmt ein besonderes Mitbringsel mit nach Hause, ein von Wikinger Furio bearbeitetes Armband.

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24. Juli 2012, 10:29 Uhr

Groß Raden | Mittelalterliches Handwerk ausprobieren im Freilichtmuseum in Groß Raden - dieser Ferienspaß zieht in diesem Sommer jeden Tag Besucher an. "Die Jungen finden das Einbootfahren ganz cool, die Mädchen mögen gern das Weben und Speckstein bearbeiten", sagt Carolin Blum, Betreuerin von Ferienkindern im Naturdorf Eickhof. Für die Eickhofer steht mit jedem Feriendurchgang ein Besuch im Freilichtmuseum auf dem Programm. So auch am Montag dieser Woche.

"Wir sind wegen der Flechterei hier", erklärt der Schweriner Rüdiger Höhne. Zusammen mit seiner Frau Christa hat er mit den Enkeln Insa und Luca einen Ausflug nach Groß Raden gemacht, weil sich gerade Luca einmal im Flechten ausprobieren wollte.

"Wir waren das letzte Mal ohne Kinder da", sagt Beatrice Bremer aus Hamburg, die zusammen mit ihrem aus Stieten stammenden Mann Matthias und den Kindern Lotte und Emil sich in der altslawischen Tempelburg umschaut. Lotte nimmt ein besonderes Mitbringsel mit nach Hause, ein von Wikinger Furio bearbeitetes Armband, das jetzt den Namen des Mädchen trägt.

Furio organisiert ein Wikingerlager auf der einen Seite des Museums und damit in einer altslawischen Siedlung. "Die Szene wächst", sagt er. Es gebe weit mehr Darsteller von Wikingern als von Slawen. Bekannt ist, dass beide in früheren Jahrhunderten Handel getrieben haben. So bleibt das erste sommerliche Wikingerlager auch nur ein paar Tage in Groß Raden. Anders als die Museumsmitarbeiter im slawischen Part. Sie bieten von Anfang Juli bis Ende August den Besuchern täglich Handwerk zum Mitmachen.

Das wechselt jeden Tag und ist vom Wetter abhängig, erklärt Carina Sabban vom Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden. "Für das Fladenbrotbacken ist es heute zu windig", sagt sie. "Da fliegt das Mehl weg." Manche Beschäftigungen gehen aber bei jedem Wetter, erklärt sie. Zum Beispiel die Specksteinbearbeitung, die sich mehr und mehr etabliert. Die Ferienkinder können dabei beispielsweise einen mittelalterlichen Bohrer ausprobieren. Die Kinder seien begeistert, mit Werkzeugen zu arbeiten, so Sabban. Manche haben das erste Mal eine Feile oder Säge in der Hand. Als es in den vergangenen Wochen viel regnete, seien unter schützenden Dächern auch solche Tätigkeiten wie Weben, Lederbearbeitung und Töpfern möglich gewesen. Bei Schmuddelwetter kommen auch täglich Ferienkinder, sagt Carina Sabban, aber längst nicht so viele. Bestes Freilichtmuseumswetter war am vergangenen Wochenende. Da war es trocken, aber zu kühl für den Strand. Bis zu 400 Besucher kommen an einem solchen Wochenende.

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