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1. Sternberger Familienfest : Familien standen im Mittelpunkt

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Spaß bei einem bunten Unterhaltungsprogramm sowie Beratung zum Bildungspaket bot der Tag für Familien am Sonnabend in Sternberg.

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erstellt am 27.Aug.2012 | 10:35 Uhr

Sternberg | Ein breites Lächeln und das Abbild einer Tigerfratze schmücken das Gesicht von Julia Ahrens. Ausgelassen springt die junge Sternbergerin in der Hüpfburg auf dem Gelände in Lütt Acker. Auch ihre jüngere Schwester Kim mit dem roten Lockenkopf hat ihre Schuhe ausgezogen und hopst vergnügt auf dem Luftkissen umher.

Die beiden Mädchen haben am Sonnabend die Gelegenheit genutzt, um gemeinsam mit ihren Eltern das Familienfest zu besuchen, das die Sternberger SPD erstmalig organisiert hatte. Dabei konnte die Sorge der Gäste, die Veranstaltung diene allein der Werbung für die Sozialdemokraten, schnell ausgeräumt werden. Weder Informationsstände waren aufgebaut, noch wurden Flyer verteilt. Auch das Logo der Fraktion war nirgends zu sehen. "Das haben wir mit Bedacht so gemacht. Es geht nicht darum, für uns zu werben. Die Familien stehen im Mittelpunkt. Die Besucher sollen in erster Linie Spaß haben", erklärte Kathrin Haese, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende in Sternberg. Und Spaß hatten Kinder wie Julia und Kim. Dank des vielfältigen Unterhaltungsangebots. Über Kinderschminken, eine Übung der Sternberger Jugendwehr bis hin zu einer Ausstellung des "Team Hechtkönig" war alles geboten. Einige Mädchen und Jungen bastelten und malten. Andere bewiesen ihr Können in Geschicklichkeitsspielen. Währenddessen entspannten die Eltern bei Musik und ließen sich kostenlose Grillwürste, frisch gebackene Waffeln, Kuchen und Kaffee schmecken. San driena Ahrens, die Mutter von Kim und Julia, war begeistert. "Die Kinder finden es super", sagte sie. Die Mühe, die sich bei der Ausgestaltung des Festes gegeben wurde, lobte Angelique Agarius. Sie war mit ihrer Tochter Emma Anna nach Lütt Acker gekommen.

Doch nicht nur Unterhaltung stand auf dem Programm. Einige Eltern nahmen auch die Möglichkeit war, sich in der beschaulichen Atmosphäre des Rosengartens über das Bildungs- und Teilhabepaket beraten zu lassen. Kathrin Winkler vom Sozialamt in Parchim informierte über die Leistungen, die Familien mit geringem Einkommen zus tehen. "Viele wissen gar nicht, was sie beantragen können", berichtete die Fachfrau. So ermöglicht das Bildungspaket bedürftigen Mädchen und Jungen Sportvereine oder die Musikschule zu besuchen sowie an Tagesausflügen und Mittagessen teilzunehmen, die von Kindertagesstätten, Schulen und Horte organisiert werden. Auch die Kosten für den Schulbedarf, die Lernförderung von versetzungsgefährdeten Schülern und die Beförderung zur nächstgelegenen Schule können übernommen werden. Einen Rechtsanspruch auf die finanzielle Unterstützungen haben Familien, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen, so Winkler. Worüber sich viele nicht im Klaren sind: Anträge können rückwirkend gestellt werden für Aufwendungen ab dem 1. Januar 2011. Kathrin Winkler ermunterte daher die Anwesenden eine entsprechenden Antrag zu stellen. "Sie sollten keine Scheu haben", sagte sie. Ansprechpartner finden Interessierte in den zuständigen Behörden des Landkreises und im Jobcenter.

Für Gespräche stand am Sonnabend auch der Ministerpräsident und Vorsitzende der SPD Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering zur Verfügung, der für einen Besuch vorbeikam. Mit Bratwurst in der Hand mischte er sich unter die Gäste.

Im nächsten Jahr soll es wieder ein Familienfest geben, so Kathrin Haese vom Vorstand der SPD Sternberg. "Wir wollen, das dies zur Tradition wird. Die Leute sollen sich kennen lernen und miteinander reden".

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