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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. Oktober 2017 | 02:29 Uhr

Wismar/Nisbill : Fahrrad-Spenden für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Rotary Club Wismar ruft gemeinsam mit dem Landkreis Nordwest auf: Mobilität für Integration wichtig.

von
erstellt am 26.Okt.2015 | 17:15 Uhr

Flüchtlinge und Asylbewerber sind im Nordwestkreis nicht nur in Städten wie Wismar untergebracht, sondern auch auf dem platten Land. Und da gibt es u.a. ein großes Problem: die Mobilität.

Darum initiiert der Rotary Club Wismar gemeinsam mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg das Spenden-Projekt „Fahrräder für Flüchtlinge und Asylbewerber“, um so einen „Beitrag zur Integration der Flüchtlinge zu leisten“, wie der Rotary-Club-Vorsitzende Sönke Schumann (Wismar) betonte. Man hoffe auf eine rege Spendenbereitschaft, damit möglichst viele Räder an Flüchtlinge übergeben werden könnten. Auf einer Pressekonferenz in der Hansestadt stellte der 62-Jährige gestern zusammen mit Vorstandsmitglied Ulrich Kändler (Wismar) sowie Schatzmeister Ferdinand Hartmann (Nisbill) die Idee vor.

„Falls jemand ein Fahrrad spenden möchte, auch wenn es repariert werden müsste, der Rotary Club Wismar organisiert die Abholung, Reparatur und die Übergabe an die Flüchtlinge und Asylbewerber“, so Schumann. Wobei der Landkreis festlege, wohin die Räder gehen. „Ich habe damit kein Problem. Dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden, gehen sie hin. Bei mir zu Hause stehen auch zwei Kinderfahrräder rum, die keiner mehr braucht. Und bevor sie auf den Sperrmüll gehen…“, so Kändler, der in Wismar als Zahntechniker tätig ist.

Erste vier Räder in Nisbill übergeben
Unterdessen wurden durch die Wismarer Rotarier im Vorfeld bereits vier Räder an syrische Flüchtlinge übergeben – darunter an den 13-jährigen Anas Zin, der zusammen mit seiner Schwester Rama (18) und dem Onkel Adieb (27) aus der stark umkämpften Stadt Aleppo nach Deutschland floh. Das Trio ist derzeit zusammen mit anderen Asylbewerbern in Warin-Waldeck untergebracht.

Seit einigen Wochen findet durch die ehemalige Grundschullehrerin Dörte Waack aus Brüel auf Initiative des Wariner Flüchtlingsrates ein privat organisierter Deutsch-Unterricht für Anas & Co. statt. Ferdinand Hartmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Fachpflegeeinrichtung „Haus Am Bibowsee“, stellte dafür das Café der Nisbiller Einrichtung zur Verfügung (SVZ berichtete). Einige kamen bisher zu Fuß von Warin nach Nisbill…  

Fahrrad-Spender können Kontakt aufnehmen unter www.rotary-wismar-hilft bzw. tel. 0171/4810421.

Ausführlich in der Tageszeitung und per ePaper.

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