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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

15. Dezember 2017 | 07:36 Uhr

Groß raden : Fachsimpeln und Oldtimerschau

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Freunde historischer Fahrzeuge öffnen nach Saisonausklang Museum noch bis 3. November.

von
erstellt am 28.Sep.2014 | 22:10 Uhr

In  Skoda, Trabant, „Ente“ oder BMW kamen die Oldtimerfreunde am vergangenen Sonnabend nach Groß Raden gefahren – und natürlich mit jeder Menge Motorräder. Die „Freunde historischer Fahrzeuge“ hatten zum Saisonausklang eingeladen, auch, wenn sie diese offiziell erst am 3. November beenden wollen. Denn bis dahin bleibt das Museum in der Dorfstraße 2a weiterhin  geöffnet.

Im 15. Jahr des Bestehens könne auf stabile Mitgliederzahlen verwiesen werden, sagt Vorsitzender Wolfgang Jenßen. Die 45 Freunde historischer Fahrzeuge sind um  Warin, Brüel und Sternberg zu Hause, reisen zum Teil aber bis aus Parchim, Bützow, Güstrow, Schwerin oder kurz vor Rostock an. Jenßen selbst wohnt in der Landeshauptstadt und fährt „noch regelmäßig eine MZ 250, Baujahr 1975“, wie er verrät.

Im Jubiläumsjahr hat sich der Verein das Motto „Trabant“ gesetzt. Vier, ein 600er, ein 601 Kübel, ein P 601 und ein IFA F9, werden  im Erdgeschoss im Museum – einem ehemaligen Getreidespeicher – präsentiert. „Ein Motto spricht an. Wir hatten viele Besucher, die im Trabant  zu uns gekommen sind“, sagt Jenßen. Auch im nächsten Jahr werde es wieder ein Motto geben. „Pkw-Importfahrzeuge wie Golf I,  Mazda 323  oder  Volvo wurden in die DDR importiert und dürften jetzt an der Grenze zum Oldtimer sein.  Oder Skoda, Lada, Dacia. Gar nicht mehr zu sehen ist  der Zastava auf Fiat-Basis. Vielleicht können wir auch Motorroller ins Blickfeld rücken, die ziemlich aus der Mode gekommen sind. Bei unserer Wariner Ausfahrt hatten wir einige dabei“, erinnert der Vorsitzende.

Über die Wintermonate soll im Museum einiges verändert bzw. neu geordnet werden. Wie das Material in den Vitrinen, denn die Oldtimerfreunde  nehmen sich auch  der Aufarbeitung und Darstellung der Geschichte des Motorrad- und Fahrzeugbaus an.  Durch zwölf DKW, die in diesem Jahr hinzugekommen sind, stehen jetzt über 90 Motorräder  im ersten Stockwerk. Sie sollen so platziert werden, dass jede einzelne  Maschine besser in  den Blick rückt.    Veränderungen beim Fahrzeugbestand soll es im Erdgeschoss geben. 

Um Mitglied im Verein zu werden,  muss man nicht   zwingend im Besitz eines  Oldtimers sein.  Das Interesse an diesen Fahrzeugen  und deren Historie zählt.   „Wir sind über Moped oder Motorrad in die Ausbildung oder ins Berufsleben gestartet, haben uns als Lehrling oder Student ein altes Motorrad gekauft und sind zwangsläufig  in die Schrauberei eingestiegen. Das ist heute bei jungen Leuten anders“, weiß Jenßen.  Und weil „die Freunde historischer Fahrzeuge kein Motorsportverein“ sind, sei das Interesse bei Jugendlichen gering, sich „um alte Eisen zu kümmern“.

Immer am ersten Dienstag im Monat finden  ab 18 Uhr am Vereinssitz DHG in Brüel die „Benzingespräche“ statt – eine Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen. „Besucher sind willkommen“, so der Vorsitzende.

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