Wamckow : Experte klärt über Baumschnitt auf

Obstbaumschnitt: Nach der Theorie nahmen sich die Kursteilnehmer die Bäume auf der Streuobstwiese in Wamckow vor.
Obstbaumschnitt: Nach der Theorie nahmen sich die Kursteilnehmer die Bäume auf der Streuobstwiese in Wamckow vor.

Gartenbauingenieur Nils Wagner hielt Seminar in Wamckow. Weitere Veranstaltungen des neuen Kobrower Vereins sind in Vorbereitung.

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12. März 2018, 12:00 Uhr

Guter Rat in Sachen Baumpflege von einem Experten: Gartenbauingenieur Nils Wagner, der hauptberuflich an der Fachschule für Agrarwirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern unterrichtet, gab am Sonnabend sein Wissen an Interessenten weiter. Nach einem Theorie-Seminar zum Baumschnitt im Gemeindehaus Wamckow übten die Teilnehmer sich im praktischen Teil auf der Streuobstwiese. Die Genehmigung dafür hatte der Eigentümer – die Familie Rethmann – gegeben.

„Ich habe schon immer Bäume beschnitten, aber wahrscheinlich habe ich viel falsch gemacht“, erzählte Sigurd Mann, einer der Teilnehmer. Seine Frau hatte ihm die Teilnahme am Kurs zum Geburtstag geschenkt. Sigurd Mann wohnt in Wamckow und arbeitet bei der Hamburger U-Bahn. Anton Eppner kam aus der Nachbargemeinde Borkow zum Kurs. Er hat eine Stelle nach dem Bundesfreiwilligendienst übernommen. In Borkow wartet unter anderem Arbeit an einer Streuobstwiese am Friedhof auf ihn.

Hintergrund: Einige Tipps zur Baumpflege

  • Auf die Kettensäge sollte man beim Obstbaumschnitt besser verzichten.
  • Für den Schnitt von Kernobstbäumen ist im Winter die beste Zeit. Pfirsichbäume sollte man im April/Mai schneiden. Und Kirschen am besten nach der Ernte. Man kann das auch verbinden: Abschneiden und gleich die Früchte pflücken.
  • Starker Schnitt bedeutetet starker Austrieb, schwacher Schnitt  schwacher Austrieb. Experte Nils Wagner rät, nie mehr als 15 Prozent des Kronenvolumens herauszunehmen.
  • Waagerechte Äste sind die besten Äste, an denen die Früchte wachsen.
  • Die beste Pflanzzeit für Obstbäume ist der Herbst.
  • Beim Pflanzen von Obstbäumen beachten: Am besten sind sonnige Standorte. Auch eine gute Wasserversorgung ist wichtig. Gerade im ersten Jahr braucht eine Baum regelmäßig Wasser. Bei einer Tröpfchenbewässerung  erhält ein junger Baum regelmäßig Wasser. Zu nasse Standorte sind ungeeignet.
  • Nils Wagner empfiehlt Öko-Dünger für die Obstbäume. Humus sei wie eine Süßigkeit  für die Bäume.
  • Baumscheiben sollte man die ersten fünf Jahre offen lassen und auch keine Blumen darauf pflanzen.

Der Kobrower Bürgermeister Olaf Schröder freute sich über die gelungene Veranstaltung, zu der der Verein „Wir für uns“ eingeladen hatte. Mit diesem Verein solle es gelingen, neue Kräfte im Dorf zu mobilisieren und das gesellschaftliche Leben anzustoßen.

Der erst im Vorjahr gegründete Verein hat bereits einige Veranstaltungen organisiert und weitere in Planung, wie Vorsitzender Ulf-Peter Wacks erzählte. So gab es bereits ein Seminar zu Wohnungseinbrüchen und zwei Bastelnachmittage.

Für den 12. April um 15 Uhr ist im Kutschenmuseum in Kobrow wieder ein Treffen angesagt, bei dem insbesondere Senioren vor Haustürgeschäften und dem Enkeltrick gewarnt werden sollen. Für den kommenden Sommer ist Freilichtkino am Hofsee im Gespräch. Die Kobrower besinnen sich zuerst auf die eigenen Ressourcen. Auch Nils Wagner gehört zum Verein.

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