Blankenberg : Es regnet in den Turmbereich hinein

Zu dieser Jahreszeit ist die Dorfkirche auf einer Anhöhe gut von der Straße aus zu sehen. Fotos: roswitha spöhr
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Zu dieser Jahreszeit ist die Dorfkirche auf einer Anhöhe gut von der Straße aus zu sehen. Fotos: roswitha spöhr

An der Dorfkirche in Penzin stehen umfangreiche Arbeiten an

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17. Februar 2018, 05:00 Uhr

Das Turmdach der kleinen Dorfkirche in Penzin ist gerissen. Ursache könnten Witterungseinflüsse gewesen sein – Hitze und/oder Kälte, die dem Stahlblechdach so zugesetzt haben. „Es regnet in den Turmbereich hinein und damit auch auf die darunter befindliche Treppe“, sagt Hans-Heinrich Erke von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Brüel, zu der auch Penzin gehört. Es muss gehandelt werden, „denn die Treppe würde verrotten und auch das Turmgebälk ist schon in Mitleidenschaft gezogen worden“, erklärt er.

Der Riss werde sichtbar, wenn man auf der Treppe senkrecht nach oben schaue. „Nach dem Tornado vor drei Jahren hat sich der Schaden verstärkt“, hat Lothar Ruhmich, Vorsitzender des Fördervereins Dorfkirche Penzin, beobachtet.

„2007 war die Blecheindeckung der Kuppel noch intakt“, sagt Erke. In den Jahren 2006/07 fanden umfangreiche Arbeiten an Dach, Decke, Turm, Fenster und Altarabdeckung statt. Die alte Blecheindeckung der Kuppel und die Laterne sowie deren Gelände und die hölzerne Turmaußenhülle erhielten einen Neuanstrich. Das verrostete Turmkreuz wurde in Abstimmung mit der unteren Denkmalbehörde vergoldet. Im Juli 2007 war die Kirche dann in einem festlichen Gottesdienst wieder ihrer Bestimmung übergeben worden. 2013 wurde eine Dachrinne montiert, um das Spritzwasser vom Mauerwerk wegzuhalten, das zunehmend mehr ausgewaschen wurde.

In Vorbereitung der jetzt anstehenden Arbeiten hatten sich Vertreter der Kirchenkreisverwaltung und des Denkmalschutzes in Penzin getroffen, mit dem Ergebnis, „dass das Kuppelblech heruntergenommen und in Kupfer ausgewechselt werden muss. Es wurde festgestellt, dass Laterne, Geländer und Holzverkleidung unter der Kuppel so stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind, dass auch diese erneuert werden müssen. Es gibt viele Spechtlöcher“, sagt Hans-Heinrich Erke. Die Kostenschätzung belaufe sich auf mehrere 10 000 Euro.

Da die Penziner Dorfkirche keine Patronatskirche ist, stehen auch keine Patronatsgelder zur Verfügung. „Es war immer eine Kirche der Kirche. Wir sind verpflichtet, die Finanzierung hinzubekommen. Wir wollen Stiftungen und Sponsoren anschreiben, denn die Kirchengemeinde bekommt das alleine nicht hin“, macht Erke deutlich und erinnert an die Kosten, die in Brüel für die Fällung der Sommerlinden vor der Kirche angefallen sind, die bevorstehende Sanierung der Mauer um die Kirche und die Arbeiten im dortigen Turm (SVZ berichtete).

An der Penziner Dorfkirche soll jetzt geprüft werden, ob eine Notsicherung möglich ist und kurzfristig durchgeführt werden kann. „Wir wollten eine Notsicherung vermeiden, um Kosten zu sparen, aber sie wird notwendig sein, damit bei Sturm nichts passiert“, sagt Lothar Ruhmich.

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