Kommunalpolitik : Es knirscht zwischen Warin und Neukloster

Stadtvertreter geben Bürgermeister Rückendeckung für ein Gespräch mit dem Verwaltungschef des Amtes

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12. November 2018, 12:42 Uhr

Es knirscht zwischen Kommunalpolitikern in Warin und Verwaltungsspitze im Rathaus in Neukloster. Warins Bürgermeister Michael Ankermann (CDU) holte sich auf der jüngsten Stadtvertretersitzung Rückendeckung für ein Gespräch mit dem Leitenden Verwaltungsbeamten Frank Meier. Dabei soll es um Informationen gehen, wie Beschlüsse der Stadt Warin abgearbeitet werden.

Sabine Wundrack-Geritz (CDU) verwies auf manches, was nicht zufriedenstellend gelaufen sei. Aktuelles Beispiel sei der gerade fertiggestellte Parkplatz an der Stadthalle, mit dem sich Bauausschuss und Stadtvertretung ausführlich befasst hatten. Der neue Parkplatz sehe zwar nett aus, sei „aber nicht das, was wir gewollt haben“.

Ein anderes Ärgernis kochte ebenfalls auf der jüngsten Stadtvertretersitzung hoch. Über Monate sei eine Information zum alten Amtsgericht in der Verwaltung liegen geblieben. Es ging um einen möglichen Antrag der Stadt an den Landkreis, den Denkmalschutz zu lockern, damit in das Gebäude investiert werden kann. Das wurde auf der Stadtvertretersitzung per Eilantrag beschlossen, wie SVZ berichtete.

Bürgermeister Ankermann sieht Defizite in der Verwaltungsstruktur des Amtes, wie er gegenüber unserer Zeitung erklärte. Auf der Stadtvertretersitzung gab er zu verstehen, dass es nicht sein könne, dass Mitarbeiter gerügt werden, wenn sie ihn über Versäumnisse in der Verwaltung in Kenntnis setzen. Und damit meinte er offensichtlich Kollegen am Verwaltungsstandort in Warin, wo die Bürger aus der Region zuerst ihren Ärger ablassen, wenn etwas in Stadt und Umgebung nicht funktioniert. Auch wenn es um einen anderen Zuständigkeitsbereich geht, der in Neukloster bearbeitet wird. Ankermann erklärte, er sei bereit, sein Bürgermeisterbüro aufzugeben, damit zwei Tage in der Woche ein Mitarbeiter aus der Bauverwaltung direkt in Warin tätig sein kann.

Aus der Sicht von Hans-Jürgen Cayè (SPD) ist indes das Verhältnis von Stadtvertretung und Verwaltung klar: „Der Kunde ist König. Wir sind der König. Wir haben das Recht nachzufragen.“

Amtsvorsteher Adolf Wittek erklärte bei seinem Besuch in Warin: „Es knistert auch zwischen anderen Gemeinden und dem Amt.“ Er versuche, im Sinne der Gemeinden etwas zu bewegen.

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