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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 19:52 Uhr

Sternberg : Es ist wunderschön im Pfarrhaus

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Gemeinderäume im sanierten Gebäude sind endlich nutzbar. Pastorin Katrin Teuber steckt voller Ideen und Tatendrang.

von
erstellt am 26.Aug.2014 | 16:35 Uhr

„Was lange währt, wird endlich gut.“ Dieses Sprichwort passt trefflich aufs Pfarrhaus via-à-vis der Sternberger Stadtkirche. Seit November 2012 wurde das imposante zweigeschossige Gebäude mit seinen 500 Quadratmetern Wohnfläche saniert. Und wie bei alten Gemächern häufig, gab auch das aus dem Jahr 1904 Stammende nach und nach seine „Geheimnisse“ preis. Je mehr man hinter Decken und Wände schaute, umso mehr Braunfäule trat zutage. Ein Steinaustausch im gesamten Sockel musste ebenso vorgenommen werden wie zum Beispiel die komplette Erneuerung der Holzbalken bei den Decken im Erd- und Obergeschoss.

Mit einem halben Jahr Verspätung konnten Pastorin Katrin Teuber und ihr aus den USA stammender Mann Dr. Patrick Scott Dingle endlich am 26. Mai dieses Jahres die Privaträume beziehen. Die der Gemeinde im Erdgeschoss sollten einen Monat später fertig werden. Hieß es im Februar bei einer Baubesprechung… (SVZ berichtete)


Kachelofen und Dielen sind von 1904


Doch es zog sich weiter. Dieser Tage nun ist tatsächlich Endspurt angesagt. Denn am „Familientag der Region Sternberg“ am kommenden Sonntag können Interessierte von 11 bis 16 Uhr erstmals einen Blick ins neue Pfarrhaus werfen. Eigentlich sollte die offizielle Übergabe der Gemeinderäume erst darauf zum „Tag des offenen Denkmals“ erfolgen. „Es wird noch nicht alles fertig sein“, betont Katrin Teuber. Die in
Radebeul Aufgewachsene ist dennoch sichtlich erleichtert über ihr Domizil: „Es ist toll geworden, ist wunderschön, alle sind froh.“

Während Junior-Chef Rüdiger Peters und Mathias Bosse von der Firma „Kunstschmiede und Mech.Werkstatt“ aus Kobrow an der Treppe noch das Geländer anbrachten, führte die Pastorin SVZ schon einmal durch die Diensträume. Allein schon die zweiflügelige verglaste riesige Eingangstür mit einem Lichtfenster darüber erzeugt Weite und Helligkeit. Links geht es dann durch das Kirchengemeindebüro in Teubers Dienstzimmer mit Blick auf das über die Straße hinweg stehende Gotteshaus.

Und geradeaus der gläsernen Eingangspforte sowie rechter Hand befinden sich zwei Gemeinderäume. Vor allem Letzterer bewahrt die Geschichte des Hauses. „Kachelofen und die restaurierten Dielen stammen aus der Zeit von 1904“, erzählt Katrin Teuber. Wenn die große Zwischentür geöffnet wird, können Gläubige von beiden Räumen aus den Gottesdienst verfolgen. „Wenn es sehr kalt ist, etwa im Januar/Februar“. Dann plant die Pastorin einen Gottesdienst-Umzug von der Winterkirche hierher.

Und auch sonst ist Katrin Teuber, die in Berlin studierte, voller Ideen und Tatendrang. Ja, man hat den Eindruck, jetzt geht es für sie erst so richtig los in Sternberg. „Das ist ein ganz anderes Arbeiten in so schönen Räumen.“ So will sie neben einem Seniorenkreis auch eine Jugendgruppe aufbauen, deren Domizil der Jugendraum im Keller werden soll. Freilich muss da noch gewerkelt werden. Und dann schaut die neue Sternberger Pastorin, die im Vorjahr von Schlagsdorf bei
Gadebusch kam, wo sie seit 2002 seelsorgerisch tätig war, neidisch nach Dabel. „Aber nur, was die Chöre dort betrifft. So etwa s möchte ich hier auch mal gründen“, so Katrin Teuber. Zukunftsmusik…

Erst einmal freut sie sich auf die Gäste am Familientag an diesem Sonntag.

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